Radsport-Wetten in Österreich 2026
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Wer auf Radsport wetten will, sucht am Anfang selten zuerst einen Anbieter. Wer wirklich verstehen will, was sein Geld bei einer Wette auf die Tour de France, den Giro oder Lüttich–Bastogne–Lüttich tut, schaut zuerst auf das Rennen und seine Wertungen. Erst dann entscheidet sich, welche Wettart überhaupt sinnvoll ist: Gesamtsieg über drei Wochen, Etappensieg am Tag, Trikotwertung über die Rundfahrt hinweg oder das Duell zweier Fahrer. Diese Reihenfolge bestimmt am Ende auch, welcher Wettanbieter für den eigenen Fall der richtige ist. Wer vornehmlich auf Gesamtsieger drei Wochen vor dem Grand Départ setzt, hat andere Anforderungen an Quote und Programm als jemand, der an einem Sonntagnachmittag im April das Kopf-an-Kopf-Duell bei Paris–Roubaix spielen will.
Stand: November 6, 2026 – geprüft gegen die Bewilligungen, die die Anbieter selbst veröffentlichen, sowie gegen das NÖ Wettgesetz (LGBl. Nr. 58/2020) und das Oö. Wettgesetz.
Rechtslage in Österreich: keine nationale Lizenz, neun Landesgesetze
In Österreich ist Sportwetten kein Glücksspiel im bundesrechtlichen Sinn. Der Verwaltungsgerichtshof hat die klassische Sportwette 2015 als Geschicklichkeitsspiel außerhalb des Glücksspielgesetzes eingestuft (VwGH 2.7.2015, Ro 2015/16/0019). Was daraus folgt, prägt den gesamten Markt: Es gibt keine bundesweite Konzession, keine nationale Aufsichtsbehörde und keine öffentliche Liste lizenzierter Buchmacher. Wer in Österreich Sportwetten anbietet, braucht eine Bewilligung des jeweiligen Bundeslandes, und jedes der neun Länder hat dafür ein eigenes Wettgesetz und eine eigene Landesregierung als Behörde.

Niederösterreich regelt das über das NÖ Wettgesetz (LGBl. Nr. 58/2020), die Bewilligung erteilt die NÖ Landesregierung. tipp3 führt im Impressum genau eine solche Bewilligung mit Bescheid vom 10.12.2020 an, die win2day-Sportwetten berufen sich auf die gleiche niederösterreichische Bewilligung. In Wien gilt das Wiener Wettengesetz (LGBl. Nr. 26/2016), die Bewilligung erteilt der Magistrat. In Oberösterreich ist die zuständige Stelle die Oö. Landesregierung, in Tirol nennt Vierklee im Impressum die Buchmacherlizenz IIa.10.065/144-0 der Tiroler Landesregierung. Welches Bundesland welche weiteren Anbieter bewilligt hat, ist nicht öffentlich zentral erfasst; der Wettkunde findet die Auskunft im Impressum des Anbieters, und genau das haben die hier bewerteten Marken auch getan.
Dass es keine nationale Liste gibt, hat praktische Folgen. Wer prüfen will, ob ein Anbieter in seinem Bundesland bewilligt ist, liest das Impressum. Wer mit einem Anbieter ein Problem hat, das über die AGB hinausgeht, wendet sich an die Landesregierung, die den Bescheid erteilt hat, nicht an das Finanzministerium. Wer sich selbst für ein, zwei oder drei Jahre sperren lassen will, tut das beim einzelnen Anbieter; ein bundesweites Sperrregister für Sportwetten existiert nicht. Die Reform 2026 (Glücksspielreformgesetz 2026, Stand 14.10.2026 noch im Gesetzgebungsverfahren) plant zwar ein Sperr- und ein Limitregister, betrifft aber nur Glücksspiele nach dem GSpG, also Lotterien und Casinos, nicht den Sportwettenmarkt.
Die Wettgebühr von 5 Prozent gilt seit 1. April 2025 für alle Einsätze auf Sportwetten in Österreich (§ 33 TP 17 Abs. 1 Z 1 GebG, geändert durch BGBl. I Nr. 7/2025; vorher lag sie seit Oktober 2005 bei 2 Prozent). Die Gebühr schuldet, wer die Wette gewerblich abschließt oder vermittelt, also der Wettanbieter, nicht der Wettkunde. tipp3 gibt an, bei verlorenen Wetten die Gebühr selbst zu tragen und bei gewonnenen Wetten 5 Prozent vom Gewinn abzuziehen. Ob andere Anbieter die 5 Prozent ebenfalls so weitergeben oder in die Quote einpreisen, ist deren eigene Entscheidung. Der Bundesfinanzgerichtshof hat am 12. Mai 2026 (RV/7100519/2026) eine Beschwerde gegen die 5 Prozent abgewiesen.
Was darf gewettet werden? Die Landgesetze lassen Wetten auf Sportereignisse zu, schließen Wetten auf politische Ereignisse oder TV-Shows in der Regel aus. Virtuelle Rennen und aufgezeichnete Rennen gelten als Glücksspiel und können nicht nach einem Landwettgesetz bewilligt werden. Wer in der Wettauswahl eines Anbieters „Virtueller Sport“ findet, hat es rechtlich mit einem Glücksspiel zu tun, nicht mit einer bewilligten Sportwette. E-Sport ist nach derzeitigem Stand nicht abschließend geregelt; zur Einordnung hilft nur das Impressum des Anbieters und der Hinweis auf das anwendbare Landrecht.
Livewetten unterliegen länderweise unterschiedlichen Regeln. Wien erlaubt Livewetten nur auf Teilergebnisse oder das Endergebnis, Oberösterreich nur auf einen numerischen Zwischen- oder Endstand oder auf den nächsten Torschützen. Niederösterreich hat in der heute geltenden Fassung keine klare Livewettenregel; wer auf Livewetten Wert legt, prüft die Regelung des Bundeslandes, in dem der Anbieter bewilligt ist. Einsatzlimits sind ebenfalls länderweise verschieden: 500 € pro Wette in Oberösterreich und Niederösterreich, 50 € pro Wette an terminal ohne Schalter in Wien. Für Online-Wetten außerhalb dieser Länder ist die Höhe nicht abschließend festgelegt.
Curaçao, Malta, Anjouan: Lizenzen, die keine österreichische Bewilligung sind. Anbieter ohne österreichische Bewilligung tragen in dieser Übersicht den Hinweis „ohne österreichische Bewilligung“. Die ausländische Lizenz (etwa Curaçao oder MGA) ist kein Ersatz, und es gibt keine österreichische Behörde, bei der sich der Wettkunde über das Produkt beschweren kann. Welche Anbieter in welchem Land bewilligt sind, ist im Einzelfall unterschiedlich, und die Rechtslage ist politisch und gerichtlich umstritten. Wer mit einer ausländischen Marke wettet, sollte sich bewusst sein, dass die Spielsucht-Selbstsperre eines österreichischen Anbieters dort nicht greift und dass die Anbieterlimits anderer Häuser nicht in die österreichischen Regelungen eingebunden sind.
Spielerschutz: Eigenverantwortung und Spielpausen beim Anbieter
Sportwetten sind Geschicklichkeitsspiel und unterliegen nicht dem GSpG; die Spielerschutzregeln sind deshalb Sache des Anbieters und des jeweiligen Landes, nicht eines Bundesgesetzes. Die Altersgrenze liegt bei 18 Jahren, das steht in den Wiener und oberösterreichischen Landgesetzen und gehört zum Standard fast aller Wettanbieter in Österreich. Wer jünger ist, wird nicht akzeptiert; die Anbieter prüfen das bei der Anmeldung.

Einzahlungslimits sind nicht bundesgesetzlich vorgeschrieben, sondern Sache des Anbieters. win2day etwa gibt für Sportwetten ein wöchentliches Einzahlungslimit von 250 € bis zum Alter von 26 Jahren vor (Freitag bis Donnerstag) und ein monatliches Limit von 1.680 € ab 26, auf Antrag individuell erhöhbar. Gewinne zählen dabei nicht zum Limit. tipp3 arbeitet ohne ein vergleichbar veröffentlichtes Einzahlungslimit, setzt dafür auf eine klare Selbstsperren-Struktur. Die politischen Vorstöße in der Steiermark und in Niederösterreich aus 2025 für ein gesetzliches Einzahlungslimit bei Sportwetten sind nicht beschlossen.
Die Selbstsperre ist beim einzelnen Anbieter zu beantragen und gilt nur dort. tipp3 unterscheidet zwischen einer Spielpause von einem, drei oder sechs Monaten, bei der das Guthaben im Konto bleibt, und einer Selbstsperre von einem, zwei oder drei Jahren, bei der das Guthaben auf das verknüpfte Bankkonto ausgezahlt wird. Beide Sperren sind nach Beginn nicht mehr aufhebbar. In Wien ist eine Aufhebung der Sperre frühestens nach zwei Jahren möglich, was die strengste Variante unter den Ländern darstellt. Wer sich sperren lässt, sollte das aus eigener Initiative und mit klarem Abstand zur letzten Wette tun; wer erst nach einer Verluststrähne sperrt, hat den Schutz erst ab dem Moment der Sperre, nicht rückwirkend.
Hilfe bei problematischem Spielverhalten bietet die Anlaufstelle Spielsüchtige und Angehörige in Österreich, erreichbar über die Bundesstelle für Suchtfragen. Auch die Seite des Anbieters selbst enthält Links zu Hilfsangeboten, in der Regel unter dem Punkt Spielerschutz oder Verantwortungsvolles Spielen. Wer sich unsicher fühlt, ob das eigene Wettverhalten noch im Rahmen ist, sollte frühzeitig den Kontakt zu einer Beratungsstelle suchen, nicht erst dann, wenn die Wette nicht mehr aus dem Monat herauszubekommen ist.
Radsport verstehen: Eintagesrennen, Rundfahrten, Wertungen
Radsport ist mehr als die Tour de France. Zum Radsport zählen Straßenradsport, Bahnradsport, Mountainbike, Cyclocross, BMX-Rennsport sowie Kunstradfahren, Radball und Radpolo. Das erste Eintagsrennen fand am 8. Dezember 1867 in Paris statt, mit rund 100 Startern über etwa 23 km in Richtung Versailles. Das erste Etappenrennen war die Tour de France 1903, Start am 1. Juli in Montgeron bei Paris, Veranstalter ist seit 1992 die Amaury Sport Organisation (ASO).
Grand Tours und Eintagesklassiker
Die Grand Tours sind die drei Rundfahrten, die als einzige Straßenrennen drei Wochen lang dauern dürfen: die Tour de France im Juli, der Giro d’Italia im Mai und die Vuelta a España, die seit Mitte der 1990er-Jahre im September ausgetragen wird. An der Tour de France nehmen etwa 21 bis 22 Profimannschaften teil, darunter 18 UCI WorldTeams. Seit 2018 besteht jedes Team aus acht Fahrern, davor waren es neun. Meist stehen zwanzig Etappen nach dem Grand Départ auf dem Programm. Rekordsieger der Gesamtwertung mit je fünf Siegen sind Jacques Anquetil, Eddy Merckx, Bernard Hinault, Miguel Indurain und Tadej Pogačar, der nach Siegen 2020, 2021 und 2024 bis 2026 inzwischen fünfmal ganz oben stand.
Die Frühjahrsklassiker sind die wichtigsten Eintagesrennen vor den Grand Tours: Lüttich–Bastogne–Lüttich (seit 1892), Paris–Roubaix (seit 1896) und Mailand–San Remo (seit 1907). Hinzu kommen die Halbklassiker, die Eintagesrennen mit Monument-Status oder darunter, und die großen Herbstklassiker wie die Lombardei-Rundfahrt. Für die Wette heißt das: Klassiker lohnen sich als Eintagswette, weil der Ausgang noch am Nachmittag feststeht. Bei Grand Tours sind Etappenwetten und Gesamtsiegerwetten das Kerngeschäft.
Wertungen und Trikots
Bei der Tour de France stehen vier Trikots für vier Wertungen. Das Gelbe Trikot, eingeführt 1919 von Henri Desgrange, zeichnet den Gesamtführenden aus, das Gepunktete Trikot den Führenden der Bergwertung, das Grüne Trikot den Führenden der Punktewertung und das Weiße Trikot den besten Nachwuchsfahrer unter 25 Jahren. Erik Zabel hat das Grüne Trikot sechsmal gewonnen, was den Rekord in dieser Wertung markiert. Bei anderen Grand Tours gibt es eigene Trikots: das Rosa Trikot beim Giro (Maglia Rosa) und das Rote Trikot bei der Vuelta (Maillot Rojo).
Wer auf eine Trikotwertung wettet, setzt auf einen Fahrer, der über drei Wochen konstant punktet, nicht auf den Tagessieger einer Etappe. Das ist eine andere Wette als die auf den Gesamtsieg: Der Gesamtsieger muss das Feld über drei Wochen kontrollieren, der Bergtrikotsieger muss in den entscheidenden Bergetappen vorne mitfahren, auch wenn er in der Gesamtwertung keine Chance hat. Wer auf ein Bergtrikot setzt, sollte die Bergetappen der jeweiligen Rundfahrt kennen; wer auf das Grüne Trikot setzt, sollte wissen, dass es auf den Etappenankünften und den Zwischensprints vergeben wird, also für Sprinter und Puncheure erreichbar ist.
Wettarten bei Grand Tours
Wer bei der Tour de France 2025 auf win2day wettete, fand dort die Siegerwette auf den Gesamtsieger, die Etappensiegerwette für jede der 21 Etappen, die Trikotwetten auf Berg-, Punkte- und Nachwuchswertung, Head-to-Head-Duelle zwischen zwei Fahrern sowie Livewetten während der Etappen. Andere österreichische Anbieter zeigen ein ähnliches Programm, mit Unterschieden in der Tiefe der Märkte und in der Auswahl der Fahrer. Bei Gesamtsiegerwetten wird der Einsatz in der Regel erst nach Ende der Rundfahrt abgerechnet; bei Etappensiegerwetten kann die Wette vor dem Start der Etappe platziert werden.
Felix Gall ist für österreichische Wettkunden ein Sonderfall: Der Österreicher wurde bei der Vuelta 2026 Gesamtdritter, mit 2:44 Minuten Rückstand auf Sieger Enric Mas, und war damit der erste Österreicher auf dem Podium einer Vuelta. Davor war er beim Giro 2026 Zweiter. Vor Gall stand mit Adolf Christian (Dritter bei der Tour de France 1957) nur ein weiterer Österreicher auf dem Podium einer Grand Tour. Tadej Pogačar schied bei der Vuelta 2026 nach einem Sturz auf der achten Etappe aus, was für Langzeitwetten auf den Gesamtsieg zeigt, wie schnell sich die Lage drehen kann. Wer auf einen Fahrer als Gesamtsieger setzt, geht das Risiko eines Ausstiegs mit, und die Quoten reflektieren dieses Risiko nicht vollständig.
UCI WorldTour als Rahmen
Die UCI WorldTour wird seit 2011 vom Radsport-Weltverband UCI veranstaltet und ist die Nachfolgeserie der gescheiterten UCI ProTour. Die WorldTour umfasst 36 Rennen der höchsten Kategorie, darunter die Grand Tours, die Monumente des Radsports und wichtige Eintagesrennen und Rundfahrten. Für die Wette bedeutet das: Was zur WorldTour gehört, ist in der Regel auch im Wettprogramm der Anbieter zu finden, oft mit größerer Marktbreite als bei kleineren Rennen der zweiten und dritten Kategorie.
Wettquoten und Marge: Was die Zahl vor dem Komma bedeutet
Eine Wettquote ist der Faktor, mit dem der Einsatz im Gewinnfall multipliziert wird. Bei einer Quote von 2,10 und einem Einsatz von 10 € zahlt der Anbieter 21 € zurück, davon 10 € Einsatz und 11 € Gewinn. Steht die Quote bei 1,50, gibt es 15 € zurück, davon 10 € Einsatz und 5 € Gewinn. Je niedriger die Quote, desto wahrscheinlicher schätzt der Anbieter den Ausgang ein, und desto kleiner der Gewinn. Das gilt für Einzelwetten ebenso wie für jede Teilwette einer Kombiwette; bei einer Kombiwette multiplizieren sich die Quoten der Teile zu einer Gesamtquote, was bei mehreren Teilwetten schnell zu hohen Gesamtquoten führt, aber auch das Risiko vervielfacht, weil jedes Teil verlieren muss.
Die Marge ist der Anteil, den der Anbieter im Durchschnitt einbehält. Sie ist die Differenz zwischen dem, was die Wettenden insgesamt eingesetzt haben, und dem, was im Erfolgsfall insgesamt ausbezahlt würde. Bei einem Zweiwege-Markt mit beiden Quoten bei 1,90 ergibt sich die Auszahlungsquote aus 1 ÷ (1/1,90 + 1/1,90) = 1 ÷ (0,5263 + 0,5263) = 1 ÷ 1,0526 = 0,9500, also 95,0 %. Die Marge ist 100 % − 95,0 % = 5,0 %. Bei Quoten von 1,80 und 2,00 ergäbe sich 1 ÷ (0,5556 + 0,5000) = 0,9524, also 95,24 %, Marge 4,76 %. Bei Quoten 1,95 und 1,95 wäre die Marge 1 − 0,9744 = 2,56 %.
In der Praxis liegt die Marge der meisten Buchmacher auf Radsportmärkten zwischen 4 und 8 Prozent, je nach Markt und Anbieter. Sie wird nicht ausgewiesen, sondern steckt in der Quote. Wer zwei Anbieter vergleicht, vergleicht die Marge, nicht die Einzelquote, weil eine hohe Quote bei einem Markt mit hoher Marge weniger wert ist als eine etwas niedrigere Quote bei einem Markt mit niedriger Marge. Bei Gesamtsiegermärkten auf Grand Tours liegt die Marge oft höher, weil die Anbieter das Risiko eines Ausstiegs einpreisen und die Quoten sich stärker am Wettverhalten als an Wahrscheinlichkeiten orientieren. Bei Etappensiegermärkten ist die Marge in der Regel enger, weil mehr Information über die Tagesform vorliegt.
Für Radsportwetten bedeutet das: Streckenprofil und Teamstärke fließen in die Quote ein, aber nicht in einem objektiven Sinn. Die Quote ist die Schätzung des Anbieters, und die Schätzungen verschiedener Anbieter weichen voneinander ab. Wer eine bessere Quote findet als der Durchschnitt, hat einen Vorteil; wer dauerhaft die schlechteste Quote akzeptiert, verliert auf Dauer mehr an Marge, als ihm die Bequemlichkeit wert ist. Die Faustregel: Vor dem Platzieren einer Wette die Quote bei zwei oder drei Anbietern prüfen, nicht nur beim Hausbuchmacher.
Vergleich: 10 Anbieter für Radsport-Wetten in Österreich
| Anbieter | Österreichische Bewilligung | Konzern / Lizenz |
|---|---|---|
| tipp3 | Bewilligung der NÖ Landesregierung (NÖ Wettgesetz, LGBl. Nr. 58/2020) | Österreichische Sportwetten Gesellschaft m.b.H. |
| win2day | Bewilligung der NÖ Landesregierung (NÖ Wettgesetz, LGBl. Nr. 58/2020) | Österreichische Lotterien Gesellschaft mbH |
| Admiral | Bewilligung der OÖ Landesregierung (Oö. Wettgesetz) | ADMIRAL Sportwetten GmbH |
| Merkur Bets | Bewilligung eines Bundeslandes (Land nicht im Impressum veröffentlicht) | Merkur Group (vormals Cashpoint, 1996 in Gerasdorf bei Wien gegründet) |
| Starsportwetten | Bewilligung eines Bundeslandes (Land nicht im Impressum veröffentlicht) | Star Sportwetten GmbH |
| Vierklee | Bewilligung der Tiroler Landesregierung (Buchmacherlizenz IIa.10.065/144-0) | Vierklee Wettbüro GmbH |
| Jack | ohne österreichische Bewilligung | Curaçao-Lizenz (OGL/2024/1562/1139, ausgestellt 15.05.2026), Data Link Digital B.V. |
| 22Bet | ohne österreichische Bewilligung | Curaçao-Lizenz |
| Dragonia | ohne österreichische Bewilligung | Anjouan-Lizenz |
| bwin | ohne österreichische Bewilligung | Malta-Lizenz (MGA/CRP/688/2019) |
Die Tabelle trennt die zwei Gruppen, die in Österreich unterschiedlich zu bewerten sind: Anbieter mit einer Bewilligung nach einem Landwettgesetz und Anbieter ohne eine solche Bewilligung. Für die erste Gruppe ist die Bewilligung in den Impressen der Anbieter genannt, mit Ausnahme von Merkur Bets und Starsportwetten, die ihre Bewilligung zwar angeben, aber das zuständige Land nicht im Impressum veröffentlichen. Für die zweite Gruppe ist die ausländische Lizenz aufgeführt, weil sie der einzige Anknüpfungspunkt ist, der dem Kunden zur Verfügung steht. Wer einen Anbieter ohne österreichische Bewilligung nutzt, sollte sich bewusst sein, dass die österreichische Selbstsperre dort nicht greift und dass keine österreichische Behörde für die Produktaufsicht zuständig ist.
Die Anbieter im Detail
tipp3 – der niederösterreichische Platzhirsch
tipp3 gehört zur Österreichischen Sportwetten Gesellschaft m.b.H. mit Sitz in Wien und führt im Impressum die Bewilligung der NÖ Landesregierung vom 10.12.2020 nach dem NÖ Wettgesetz (LGBl. Nr. 58/2020). Das ist die formal stärkste Position, die ein österreichischer Anbieter haben kann: klare Bewilligung, klares Gesetz, klare Behörde. tipp3 ist in den meisten Trafiken und online über die App und das Webportal verfügbar, und die Marke gehört zu den bekanntesten am Markt.
Die Wettgebühr von 5 Prozent trägt tipp3 nach eigenen Angaben bei verlorenen Wetten selbst und zieht sie bei gewonnenen Wetten vom Gewinn ab. Das ist eine kundenfreundliche Lösung im Vergleich zu Anbietern, die die Gebühr in die Quote einpreisen und damit den Gewinn schmälern, ohne es sichtbar zu machen. Wer die Wettgebühr im Auge behält, sieht bei tipp3 genau, was am Ende vom Gewinn abgeht.
Beim Spielerschutz unterscheidet tipp3 zwischen einer Spielpause von einem, drei oder sechs Monaten, bei der das Guthaben im Konto bleibt, und einer Selbstsperre von einem, zwei oder drei Jahren, bei der das Guthaben ausgezahlt wird. Beide Sperren sind nicht aufhebbar. Wer sich für eine Selbstsperre entscheidet, sollte die kürzeste wählen, die zur eigenen Situation passt; wer aus einer akuten Krise sperrt, sollte eher zur Selbstsperre als zur Spielpause greifen, weil der Auszahlungsdruck wegfällt.
Für Radsport zeigt tipp3 das volle Programm: Tour, Giro, Vuelta, die WorldTour-Rennen, die Monumente und die österreichischen Rennen. Quoten und Marktbreite bewegen sich auf dem Niveau, das ein österreichischer Hauptanbieter erwarten lässt. Das Radsport-Angebot ist breit genug, um auch auf kleinere Rennen zu setzen, etwa auf österreichische Eintagesrennen oder auf Rennen der zweiten Kategorie.
Das Urteil: tipp3 ist die erste Adresse für österreichische Wettkunden, die einen Anbieter mit klarer heimischer Bewilligung suchen und auf den vollen Spielerschutz Wert legen. Wer mit der Selbstsperre lieber zu einem Anbieter mit ausgewiesenem Einzahlungslimit gehen will, findet das eher bei win2day; wer ein größeres Livewetten-Angebot sucht, schaut sich Anbieter außerhalb der heimischen Bewilligung an.
win2day – Lotterien-Sportwetten mit klaren Limits
win2day wird von der Österreichischen Lotterien Gesellschaft mbH betrieben. Die Sportwetten auf win2day beruhen auf einer Bewilligung der Niederösterreichischen Landesregierung, das Angebot unterliegt daher nicht dem Glücksspielgesetz und nicht der Aufsicht durch das BMF oder das Finanzamt Österreich. Die Lotterien- und Casinospiele von win2day laufen unter der bundesrechtlichen GSpG-Konzession; das ist ein anderes Regime, und der Wettkunde sollte die beiden nicht verwechseln, wenn er die Spielregeln liest.
Beim Spielerschutz ist win2day der Anbieter mit den klarsten Einzahlungslimits am österreichischen Markt: bis 26 Jahre maximal 250 € pro Woche (Freitag bis Donnerstag), ab 26 Jahre maximal 1.680 € pro Kalendermonat, auf Antrag individuell erhöhbar. Gewinne zählen nicht zum Limit. Für Wettkunden, die ihre Einsätze im Voraus deckeln wollen, ist das die ehrlichste Lösung, weil das Limit im Wettkonto und nicht in einer App-Einstellung lebt.
Beim Radsport zeigt win2day zur Tour de France 2025 das volle Programm: Siegerwette auf den Gesamtsieger, Etappensiegerwette auf alle 21 Etappen, Trikotwetten auf Berg-, Punkte- und Nachwuchswertung, Head-to-Head-Duelle und Livewetten. Das ist mehr, als viele Anbieter für einzelne Rennen anbieten, und es ist die Vorlage, an der sich das eigene Radsport-Programm messen lassen muss. Für den Giro und die Vuelta gilt ein vergleichbares Programm; bei kleineren Rennen der zweiten Kategorie wird das Angebot dünner.
Felix Gall wurde von win2day zur Tour 2025 als Geheimfavorit beschrieben, mit Hinweis auf seinen achten Platz bei der Tour 2023 und das Ziel einer Top-10-Platzierung. Wer Gall als Wette ins Auge fasst, findet bei win2day den passenden Markt, und die Quoten auf österreichische Fahrer sind oft günstiger als bei internationalen Anbietern, weil das Wettvolumen auf sie niedriger und die Quote entsprechend weniger gedrückt ist.
Das Urteil: win2day ist die erste Adresse für österreichische Wettkunden, die ihre Einsätze im Voraus deckeln wollen. Die Kombination aus Landbewilligung und ausgewiesenem Einzahlungslimit ist am Markt einzigartig. Wer die Spielauswahl eines internationalen Anbieters mit Offshore-Lizenz sucht, wird bei win2day nicht fündig; wer einen seriösen österreichischen Anbieter mit klaren Limits sucht, ist hier richtig.
Admiral – Sportwetten aus der Novomatic-Gruppe
Die ADMIRAL Sportwetten GmbH mit Sitz in Gumpoldskirchen gehörte zur Novomatic-Gruppe. Gegründet wurde das Unternehmen von Walter Grubmüller, an der Wiener Börse war es von 2001 bis 2006 notiert. Die Marke ist in Österreich eine der bekanntesten im Sportwetten- und Glücksspielbereich, mit Annahmestellen und Wettterminals in vielen Trafiken und mit einer eigenen App. Die Bewilligung wird als jene der OÖ Landesregierung nach dem Oö. Wettgesetz geführt.
Admiral bietet neben Sportwetten auch Automatenspiele und Casinospiele an; die Sportwetten sind über die Landbewilligung abgedeckt, die Casinospiele laufen unter der GSpG-Konzession. Wer bei Admiral wettet, sollte im Klaren darüber sein, dass die Spielsucht-Selbstsperre nur für den einen Bereich gilt, in dem sie gesetzt wird, und nicht automatisch für beide.
Das Radsport-Programm bei Admiral umfasst die Tour de France mit Etappensieger- und Gesamtsiegermärkten, den Giro, die Vuelta und die wichtigsten Klassiker. Die Marktbreite ist mit tipp3 vergleichbar, die Quoten liegen im Rahmen. Einen publizierten Schwerpunkt auf Radsport wie win2day setzt Admiral nicht; das Programm ist breit, nicht tief.
Das Urteil: Admiral ist eine solide Wahl für österreichische Wettkunden, die einen Anbieter mit bekannter Marke und Landbewilligung suchen, ohne besondere Anforderungen an Spezialmärkte. Wer einen Anbieter mit ausgewiesenem Einzahlungslimit sucht, ist bei win2day besser aufgehoben; wer einen Anbieter mit österreichischer Bewilligung und möglichst breitem Spielprogramm sucht, ist hier richtig.
Merkur Bets – ehemals Cashpoint, seit Juni 2025 unter neuem Namen
Die österreichische Sportwetten-Sparte der Merkur Group, früher Cashpoint Sportwetten mit Sitz in Gerasdorf bei Wien (gegründet 1996), tritt seit Juni 2025 unter der Marke Merkur Bets auf. Die Marke Cashpoint existiert in einigen Märkten weiter, in Österreich ist der Wechsel auf Merkur Bets vollzogen. Die Bewilligung nennt der Anbieter, das zuständige Land ist im Impressum nicht veröffentlicht; das ist im österreichischen Markt möglich, weil es keine zentrale Liste gibt, an der die Bewilligung abgelesen werden kann.
Merkur Bets führt das Sportwettenangebot von Cashpoint fort, mit dem Schwerpunkt auf Fußball, der durch den österreichischen Markt gegeben ist. Beim Radsport ist das Programm schmaler als bei tipp3 oder win2day, deckt aber die Grand Tours und die wichtigsten Klassiker ab. Quoten und Marktbreite liegen im Rahmen, ohne besondere Stärke in einer Disziplin.
Das Urteil: Merkur Bets ist eine Alternative für österreichische Wettkunden, die einen Anbieter mit Landbewilligung suchen und mit einem schmaleren Radsport-Programm zufrieden sind. Wer auf ein vollständiges Radsport-Programm mit Livewetten auf jeder Etappe Wert legt, schaut sich eher tipp3 oder win2day an; wer mit Fußball als Schwerpunkt gut zurechtkommt, findet hier einen soliden Anbieter.
Starsportwetten – Programmbreite aus dem App Store
Starsportwetten nennt als Anbieter die Star Sportwetten GmbH und führt im App Store die typische Programmbreite eines österreichischen Anbieters auf: Fußball, Eishockey, Basketball, Tennis, Handball, American Football, Baseball, Volleyball, Rugby und Darts, über 200 Fußballligen aus mehr als 80 Ländern sowie bis zu 10.000 Live-Spiele pro Monat. Das ist eine Programmbreite, die mit den großen internationalen Anbietern mithält, ohne deren Lizenzstatus in Österreich zu haben.
Die Bewilligung nennt Starsportwetten, das zuständige Land ist im Impressum nicht veröffentlicht. Damit gehört Starsportwetten in die Gruppe der Anbieter mit Landbewilligung, deren Bewilligungsbehörde aus dem Impressum nicht hervorgeht.
Für Radsport bietet Starsportwetten die Grand Tours und die WorldTour-Rennen an, mit Etappensieger- und Gesamtsiegermärkten. Die Marktbreite ist etwas schmaler als bei tipp3 oder win2day, aber ausreichend für die Standardwetten auf die großen Rennen. Die Livewetten sind der Schwerpunkt des Anbieters, was sich auch im Radsport-Programm zeigt: Livewetten auf Etappen sind verfügbar, soweit es die jeweilige Landregelung erlaubt.
Das Urteil: Starsportwetten ist eine Alternative für österreichische Wettkunden, die einen Anbieter mit Landbewilligung und breitem Livewetten-Programm suchen, mit Radsport als zweiter Disziplin nach Fußball. Wer ein vollständiges Radsport-Programm mit allen Wertungen sucht, ist bei win2day besser aufgehoben; wer ein breites Livewetten-Programm sucht und mit Radsport nebenbei wettet, findet hier einen passenden Anbieter.
Vierklee – Tiroler Buchmacher mit eigener Lizenz
Vierklee nennt im Impressum die Buchmacherlizenz IIa.10.065/144-0 des Amtes der Tiroler Landesregierung, als anwendbare Rechtsvorschrift gilt das Tiroler Buchmacher- und Totalisateurgesetz. Damit ist Vierklee einer der wenigen Anbieter, die sowohl die Lizenz als auch das anwendbare Gesetz im Impressum klar benennen; das ist im österreichischen Markt eher die Ausnahme als die Regel.
Betrieben wird Vierklee von der Vierklee Wettbüro GmbH. Der Anbieter ist in Westösterreich stark verankert, mit Wettannahmestellen und einer Online-Präsenz. Die Programmbreite ist im Vergleich zu den ganz großen Anbietern schmaler, deckt aber die Standarddisziplinen ab.
Für Radsport zeigt Vierklee die Tour de France mit Etappensieger- und Gesamtsiegermärkten, dazu den Giro, die Vuelta und die wichtigsten Klassiker. Das Programm ist solide, ohne in die Tiefe zu gehen, die win2day bei den Trikotwertungen oder Livewetten bietet.
Das Urteil: Vierklee ist die erste Adresse für Wettkunden in Westösterreich, die einen Anbieter mit klarer Tiroler Bewilligung suchen. Für Radsport-Spezialmärkte fehlt die Tiefe, die win2day bietet; wer in Tirol oder Salzburg wohnt und einen Anbieter mit regionaler Verankerung sucht, ist hier richtig.
Jack – Curaçao-Lizenz, kein österreichisches Sicherheitsnetz
Jack wird von Data Link Digital B.V. betrieben, einer in Curaçao eingetragenen Gesellschaft (Firmennummer 164124), die laut Fußzeile von der Curaçao Gaming Authority mit der Lizenznummer OGL/2024/1562/1139 (ausgestellt am 15. Mai 2026) lizenziert und reguliert wird. Damit hat Jack eine Lizenz, die international anerkannt ist, aber keine österreichische Bewilligung; die Plattform fällt in die Kategorie der Anbieter ohne heimische Bewilligung.
Die Programmbreite ist mit internationalen Anbietern vergleichbar: Fußball, Tennis, Basketball, Eishockey, dazu eine breite Auswahl an Livewetten und Spezialmärkten. Beim Radsport zeigt Jack die Grand Tours und die WorldTour, oft mit größerer Marktbreite als heimische Anbieter, etwa mit Spezialwetten auf Etappenverläufe oder auf einzelne Fahrer in Head-to-Head-Duellen.
Die Kehrseite: Die österreichische Selbstsperre greift hier nicht, weil sie an die österreichische Bewilligung gebunden ist. Wer sich bei einem österreichischen Anbieter selbst sperrt, kann bei Jack weiterspielen, und Jack hat keine österreichische Behörde, an die sich der Wettkunde bei Streitigkeiten wenden kann. Die Limits und Spielpausen sind die von Jack selbst festgelegten Regeln, nicht die österreichischen.
Das Urteil: Jack ist eine Option für Wettkunden, die einen großen internationalen Anbieter mit Curaçao-Lizenz suchen und bereit sind, das fehlende österreichische Sicherheitsnetz in Kauf zu nehmen. Wer auf den vollen österreichischen Spielerschutz Wert legt, bleibt bei tipp3 oder win2day; wer maximale Marktbreite sucht und mit der Lizenzlage umgehen kann, findet hier ein passendes Angebot.
22Bet – internationale Breite, keine österreichische Bewilligung
Das Sportangebot von 22Bet reicht von Fußball, Tennis, Basketball und Eishockey bis zu Cricket, Snooker, Curling und Formel 1, dazu Sonderwetten, Live-Wetten, Virtueller Sport und E-Sport. Damit ist 22Bet einer der Anbieter mit dem breitesten Sportangebot am Markt, ohne österreichische Bewilligung. Die Lizenz ist nach unserem Stand die von Curaçao, was die gleiche Einordnung wie bei Jack ergibt.
Beim Radsport zeigt 22Bet die Grand Tours, die WorldTour und viele kleinere Rennen, oft mit einer Marktbreite, die heimische Anbieter nicht erreichen. Sonderwetten auf Etappenverläufe, Spezialmärkte auf Mannschaften und Head-to-Head-Duelle sind verfügbar; bei kleineren Rennen ist das Angebot oft besser als bei österreichischen Anbietern, die ihren Schwerpunkt auf Fußball und die großen Touren legen.
Die Kehrseite ist dieselbe wie bei Jack: keine österreichische Bewilligung, keine österreichische Selbstsperre, keine österreichische Beschwerdestelle. Virtueller Sport und E-Sport sind im Programm, was die Frage aufwirft, ob es sich um bewilligte Sportwetten oder um Glücksspiel handelt; bei virtuellen Rennen ist die Abgrenzung klar zugunsten Glücksspiel.
Das Urteil: 22Bet ist eine Option für Wettkunden, die maximale Programmbreite suchen und mit der Lizenzlage umgehen können. Für Radsport-Spezialmärkte ist 22Bet oft die bessere Wahl als heimische Anbieter; für den österreichischen Spielerschutz ist er keine.
Dragonia – Anjouan-Lizenz und Sport-Willkommensbonus
Dragonia bietet einen Sport-Willkommensbonus von 100 % der ersten Einzahlung bis 100 €, mit einer Mindesteinzahlung von 20 €; für Spieler aus Österreich, Deutschland, Finnland, Norwegen und der Schweiz ist der Höchstbonus mit 200 € angegeben. Die Lizenz ist nach unserem Stand die von Anjouan, was die Einordnung als Anbieter ohne österreichische Bewilligung begründet.
Der Bonus ist ein Werbeversprechen, das im Kleingedruckten seine Grenzen findet. Ohne die genauen Umsatzbedingungen zu kennen, ist die Aussage „100 % bis 100 €“ noch kein Grund, sich anzumelden; die Frage ist, wie oft der Bonus umgesetzt werden muss, zu welcher Mindestquote und in welchem Zeitraum. Ohne diese Zahlen ist jeder Bonus zunächst nur ein Marketingversprechen, und das gilt auch für Dragonia.
Beim Radsport zeigt Dragonia die Standardmärkte auf die Grand Tours, ohne besondere Tiefe. Die Spielauswahl ist solide, aber nicht spezialisiert.
Das Urteil: Dragonia ist eine Option für Wettkunden, die einen Bonus suchen und mit der Lizenzlage umgehen können. Wer den Bonus nüchtern bewertet, liest die Umsatzbedingungen, bevor er einzahlt. Wer eine seriöse österreichische Bewilligung sucht, bleibt bei tipp3 oder win2day.
bwin – Malta-Lizenz und der Konfigurator
bwin nennt als Lizenz die MGA/CRP/688/2019, was die Einordnung als Anbieter ohne österreichische Bewilligung begründet. bwin ist eine der größten internationalen Marken, mit einem Sportwetten- und Casinoangebot, das in vielen Märkten verfügbar ist. In Österreich ist bwin ohne heimische Bewilligung, was die gleiche Vorsicht wie bei Jack, 22Bet und Dragonia nahelegt.
Beim Radsport zeigt bwin die Grand Tours, die WorldTour und viele kleinere Rennen, oft mit Livewetten und einer breiten Auswahl an Spezialmärkten. Der bwin-Konfigurator ist eine Wette aus mindestens zwei Teilwetten innerhalb eines einzelnen Ereignisses, deren Quote sich nach dem Zusammenhang der Teilwetten richtet; er ist nur für ausgewählte Sportarten verfügbar, nicht für „Wette bearbeiten“ zugelassen, und wird eine Teilwette ungültig, ist die gesamte Konfigurator-Wette ungültig. Das ist eine interessante Funktion für Wettkunden, die innerhalb eines Rennens mehrere Aspekte kombinieren wollen.
Die Kehrseite ist wieder die fehlende österreichische Bewilligung. Die Spielsucht-Selbstsperre bei einem österreichischen Anbieter hilft nicht bei bwin, und es gibt keine österreichische Behörde, an die sich der Wettkunde bei Streitigkeiten wenden kann.
Das Urteil: bwin ist eine Option für Wettkunden, die einen großen internationalen Anbieter mit Malta-Lizenz suchen und mit der Lizenzlage umgehen können. Der Konfigurator ist ein Alleinstellungsmerkmal, das bei österreichischen Anbietern so nicht zu finden ist. Für den vollen österreichischen Spielerschutz bleibt der Wettkunde bei tipp3 oder win2day.
Wettgebühr und Auszahlung: Was am Ende vom Gewinn bleibt
Seit dem 1. April 2025 unterliegen in Österreich alle Einsätze auf Sportwetten einer Gebühr von 5 Prozent. tipp3 gibt an, bei verlorenen Wetten die Gebühr selbst zu tragen und bei gewonnenen Wetten 5 Prozent vom Gewinn abzuziehen. Bei einer Quote von 2,10 und einem Einsatz von 10 € ergibt das einen Bruttogewinn von 11 € und nach Abzug der Wettgebühr 11 € × 0,95 = 10,45 €. Der Wettkunde bekommt 20,45 € zurück, davon 10 € Einsatz und 10,45 € Nettogewinn.
Bei einer Quote von 5,00 und einem Einsatz von 10 € ist der Bruttogewinn 40 €, nach Abzug der Wettgebühr 40 € × 0,95 = 38 €, der Wettkunde bekommt 48 € zurück. Bei Kombiwetten mit hoher Gesamtquote fällt der absolute Betrag der Wettgebühr höher aus, bleibt aber in Prozenten des Gewinns gleich, wenn der Anbieter die Gebühr so weiterreicht wie tipp3. Andere Anbieter können die Gebühr anders weitergeben, in die Quote einpreisen oder vom Einsatz abziehen, ohne dass das für den Wettkunden auf den ersten Blick sichtbar ist; die genauen Regeln stehen in der Wettordnung des Anbieters.
Wichtig für den Vergleich: Eine scheinbar höhere Quote kann durch eine andere Behandlung der Wettgebühr relativiert werden. Wer die Quoten zweier Anbieter vergleicht, sollte prüfen, ob die Gebühr im Gewinn, im Einsatz oder in der Quote steckt, und entsprechend umrechnen.
Wie eine Wette auf Radsport konkret abläuft
Eine Wette auf den Gesamtsieger der Tour de France läuft typischerweise so ab: Der Wettkunde wählt das Rennen aus, wählt den Markt „Gesamtsieger“ und sucht den Fahrer aus der Liste. Die Quote steht daneben, der Einsatz wird eingegeben, und die Wette wird bestätigt. Der Einsatz wird sofort vom Wettkonto abgebucht. Der Gewinn wird erst nach Ende der Rundfahrt ausgezahlt, also etwa drei Wochen nach Wettannahme, und zwar automatisch auf das Wettkonto. Wer vorzeitig aussteigen will, kann die Wette in der Regel nicht zurückgeben, weil das eine Langzeitwette ist; manche Anbieter bieten Cash-Out an, dann aber zu einer Quote, die unter dem Marktwert liegt.
Eine Wette auf den Etappensieger läuft ähnlich, ist aber tagesaktuell: Die Wette wird vor dem Start der Etappe platziert, die Auszahlung erfolgt am Ende der Etappe. Bei Livewetten auf eine laufende Etappe wird die Wette während des Rennens platziert; die Quote schwankt mit dem Rennverlauf, und der Wettkunde entscheidet, ob er den angebotenen Preis annehmen will. Bei Livewetten auf Etappen ist die Marge in der Regel höher als bei Vorab-Wetten, weil der Anbieter das Risiko schneller Änderungen einpreist.
Eine Kombiwette kombiniert mehrere Teile zu einer Wette; die Quoten multiplizieren sich, aber das Risiko vervielfacht sich auch, weil jedes Teil gewinnen muss. Eine Systemwette erlaubt es, mehrere Kombinationen aus den Teilen zu spielen, was die Verlustwahrscheinlichkeit senkt, aber den Einsatz erhöht. Bei Radsportwetten sind Kombiwetten auf Etappensieger verschiedener Etappen üblich, weil die Quoten hoch genug sind, um einen lohnenden Gewinn zu erzeugen.
Wann sich ein Anbieter mit oder ohne österreichische Bewilligung lohnt
Die Wahl zwischen Anbietern mit und ohne österreichische Bewilligung ist keine Geschmacksfrage, sondern eine Frage des Spielerschutzes und der Rechtsdurchsetzung. Wer mit einem Anbieter mit Landbewilligung wettet, hat eine klar zuständige Behörde, an die er sich bei Streitigkeiten wenden kann, eine Selbstsperre, die tatsächlich greift, und im Fall von win2day ein ausgewiesenes Einzahlungslimit. Wer mit einem Anbieter ohne österreichische Bewilligung wettet, hat eine breitere Programmvielfalt und oft bessere Quoten, aber kein österreichisches Sicherheitsnetz.
Die ausländische Lizenz ist kein Ersatz für die österreichische Bewilligung, weil sie unter einem anderen Recht erteilt wurde und eine andere Aufsicht hat. Eine Curaçao-Lizenz wird nach Curaçao-Recht vergeben und von der Curaçao Gaming Authority überwacht, nicht von einer österreichischen Stelle. Bei Streitigkeiten ist der Weg zur ausländischen Behörde länger und unsicherer als der Weg zur heimischen Landesregierung.
Wichtig ist auch der Blick auf den Spielerschutz: Wer mit einem österreichischen Anbieter eine Selbstsperre vereinbart, kann auf der Plattform nicht mehr spielen, bis die Sperre abläuft. Bei einem ausländischen Anbieter gilt diese Sperre nicht, und der Wettkunde müsste sich bei jedem Anbieter einzeln sperren lassen. Wer zur Selbstkontrolle neigt, sollte das bei der Anbieterwahl berücksichtigen.
Schließlich die Frage der Quoten: Anbieter mit österreichischer Bewilligung sind in der Regel teurer als internationale Anbieter, weil sie die Wettgebühr tragen oder weitergeben und die Auflagen der Landgesetze erfüllen müssen. Das schlägt sich in den Quoten nieder. Wer maximale Quoten sucht, wird eher bei ausländischen Anbietern fündig; wer ein ausgewogenes Verhältnis aus Quote und Spielerschutz sucht, bleibt bei den heimischen Anbietern.
Häufige Fragen
Welche Wettarten gibt es beim Radsport?
Beim Radsport wird auf den Gesamtsieg einer Rundfahrt, den Etappensieg, die Trikotwertungen (Berg, Punkte, Nachwuchs), Head-to-Head-Duelle zwischen zwei Fahrern und auf Liveereignisse während einer Etappe gewettet. Bei Eintagesrennen wie Paris–Roubaix oder Lüttich–Bastogne–Lüttich entfällt die Etappenwette, weil das Rennen an einem Tag entschieden wird; dort stehen Siegerwette und Spezialmärkte im Vordergrund.
Wie wird eine Langzeitwette auf eine Rundfahrt ausgezahlt?
Bei einer Langzeitwette auf den Gesamtsieger wird der Einsatz sofort abgebucht und der Gewinn erst nach Ende der Rundfahrt ausgezahlt, typischerweise auf das Wettkonto. Steigt der gewettete Fahrer aus, gilt die Wette in der Regel als verloren, weil der Fahrer das Ziel nicht erreicht hat. Manche Anbieter bieten Cash-Out an, mit dem die Wette vorzeitig zu einer niedrigeren Quote beendet werden kann.
Welche Regeln gelten für Livewetten beim Radsport?
Livewetten sind in den österreichischen Landwettgesetzen unterschiedlich geregelt. Wien erlaubt Livewetten nur auf Teilergebnisse oder das Endergebnis, Oberösterreich nur auf einen numerischen Zwischen- oder Endstand oder auf den nächsten Torschützen. In Niederösterreich ist die aktuelle Regelung nicht klar definiert. Anbieter mit österreichischer Bewilligung halten diese Regeln ein und schränken das Livewetten-Angebot entsprechend ein.
Wer trägt die Wettgebühr von 5 Prozent?
Die Wettgebühr von 5 Prozent auf den Wetteinsatz ist eine Abgabe, die der Anbieter schuldet, nicht der Wettkunde. tipp3 trägt die Gebühr nach eigenen Angaben bei verlorenen Wetten selbst und zieht sie bei gewonnenen Wetten vom Gewinn ab. Andere Anbieter können die Gebühr in die Quote einpreisen oder vom Einsatz abziehen, was im Einzelfall in der Wettordnung des Anbieters geregelt ist.
Welche Behörde erteilt die Bewilligung für Sportwetten in Österreich?
In Österreich gibt es keine nationale Bewilligung für Sportwetten, weil Sportwetten kein Glücksspiel im Sinne des Glücksspielgesetzes sind. Die Bewilligung wird von der jeweiligen Landesregierung des Bundeslandes erteilt, in dem der Anbieter ansässig ist oder den Schwerpunkt seines Angebots hat. Niederösterreich, Wien, Oberösterreich und Tirol haben eigene Wettgesetze; tipp3 nennt die NÖ Landesregierung, Admiral die OÖ Landesregierung, Vierklee die Tiroler Landesregierung. Eine zentrale Liste lizenzierter Anbieter gibt es nicht.
Sportarten – wettentippsat
Inhalt erstellt vom Team «wettentippsat»
