10 Euro Einzahlung bei Sportwetten: Welche Anbieter das in Österreich wirklich anbieten
Ladevorgang...
Stand: November 6, 2026 · Geprüft gegen die Bewilligungen, die die Anbieter selbst veröffentlichen, sowie die Wettgebühr nach § 33 TP 17 Abs. 1 Z 1 GebG in der Fassung BGBl. I Nr. 7/2025.
Zehn Euro klingt nach wenig, ist aber im österreichischen Sportwetten-Markt mehr Trennlinie als Werbeversprechen. Manche Anbieter nehmen tatsächlich schon einen Cent, andere setzen die Untergrenze höher, und wieder andere schreiben zehn Euro nur für bestimmte Zahlungswege vor. Wer mit zehn Euro starten will, sollte vor der Einzahlung wissen, welche Methode in Frage kommt, was die Wettgebühr davon übrig lässt und wo die Anbieter mit Bewilligung eines Bundeslandes von Marken ohne österreichische Bewilligung abweichen. Dieser Überblick ordnet das Feld und zeigt, was eine Einzahlung in dieser Größenordnung bei den zehn relevanten Anbietern konkret bedeutet.
Die zentrale Botschaft vorweg: Die Einstiegssumme verrät nichts über Quote, Marge oder Bonusbedingungen. Sie ist eine reine Vertragsbedingung des Anbieters, und jeder Wettanbieter setzt sie für jeden Zahlungsweg einzeln. Wer mit zehn Euro einsteigt, entscheidet sich damit nicht automatisch für ein gutes Angebot – sondern lediglich dafür, dass der Anbieter diese Summe annimmt.
Einordnung: Was eine Mindesteinzahlung von 10 € leistet – und was nicht
Eine Mindesteinzahlung ist die Untergrenze, die ein Wettanbieter für eine einzelne Transaktion festlegt. Sie ist eine Schutzfunktion in beide Richtungen: Sie verhindert, dass ein Anbieter Mini-Zahlungen in einer Größenordnung verarbeiten muss, die seine Kosten übersteigt, und sie schützt den Wettkunden davor, sich in Kleinstbeträgen zu verzetteln, die später kaum nachvollziehbar sind. Im österreichischen Markt hat keine Stelle – weder der Bund noch ein Bundesland – einen einheitlichen Mindestbetrag für Sportwetten festgelegt. Die Werte sind betriebswirtschaftliche Entscheidungen jedes einzelnen Wettunternehmers.

Was die Einstiegssumme nicht leistet: Sie sagt nichts über die Qualität des Quotenschlüssels, also der Auszahlungsquote, aus. Wer mit zehn Euro einzahlt, bekommt nicht bessere oder schlechtere Quoten als mit hundert Euro – dieselben Märkte, dieselbe Marge, die der Anbieter kalkuliert. Sie sagt auch nichts über die Bonusbedingungen. Ein 100-%-Bonus auf zehn Euro bedeutet in der Regel einen Bonus von zehn Euro, und der unterliegt denselben Umsatzvorgaben, die auch bei höheren Boni gelten. Und sie sagt nichts über die Verfügbarkeit von Märkten: Ein Anbieter mit zehn Euro Mindesteinzahlung kann trotzdem nur zwanzig Sportarten im Programm haben, während ein anderer mit fünfzig Euro Mindesteinzahlung mehrere hundert Märkte täglich anbietet.
Worauf es ankommt, ist die Kombination aus drei Punkten: Welche Zahlungsmethoden akzeptiert der Anbieter bei zehn Euro, welche Gebühren fallen dabei an, und wie schnell ist die Auszahlung, wenn ein Gewinn zurück auf das Bankkonto soll. Diese drei Faktoren bestimmen, ob eine Einzahlung in dieser Größenordnung tatsächlich funktioniert – oder ob der Anbieter zwar „ab 10 €“ wirbt, aber in der Praxis nur Kreditkarte und EPS akzeptiert, die bei kleineren Beträgen unverhältnismäßig hohe fixe Gebühren auslösen.
Wer mit zehn Euro einsteigt, sollte sich außerdem klarmachen, dass nach der Wettgebühr von fünf Prozent, die seit dem 1. April 2025 auf alle Einsätze erhoben wird, bei einer Wette zur Quote 2,00 der Reingewinn kleiner ausfällt, als die Quote vermuten lässt. tipp3 etwa trägt die Gebühr bei verlorenen Wetten selbst, zieht aber bei gewonnenen Wetten fünf Prozent vom Gewinn ab. Das ist nicht bei jedem Anbieter gleich geregelt. Wer das nicht im Kopf hat, rechnet die Wette falsch.
Rechtslage in Österreich: Was eine Bewilligung bedeutet und wer sie vergibt
Österreich reguliert Sportwetten nicht auf Bundesebene, sondern über die Wettgesetze der neun Bundesländer. Der Verwaltungsgerichtshof hat bereits 2015 festgestellt, dass die klassische Sportwette kein Glücksspiel im Sinne des Glücksspielgesetzes ist (VwGH 2.7.2015, Ro 2015/16/0019), sondern ein Geschicklichkeitsspiel. Damit fällt sie aus dem GSpG und der bundesweiten Konzessionspflicht heraus, und es gibt keine bundesweite Liste zugelassener Wettanbieter, keine einheitliche Sperrdatei und keine bundesweite Einzahlungsobergrenze für Sportwetten.

Was es gibt, ist die Pflicht zur Bewilligung des Bundeslandes, in dem der Anbieter seine Daten bereitstellt. Jedes Land hat dazu ein eigenes Wettgesetz und eine eigene Landesregierung als Bewilligungsbehörde: Niederösterreich das NÖ Wettgesetz (LGBl. Nr. 58/2020), Wien das Wiener Wettengesetz (LGBl. Nr. 26/2016), Oberösterreich das Oö. Wettgesetz, Tirol, Steiermark, Kärnten, Salzburg, Vorarlberg und das Burgenland jeweils eigene Texte. Die Bewilligung ist immer an die konkrete Person des Wettunternehmers und an den Ort der Datenbereitstellung gebunden. tipp3 etwa nennt im Impressum eine Bewilligung der NÖ Landesregierung vom 10.12.2020 (Aktenzahl IVW1-Wett-47/001-2020) auf Basis des NÖ Wettgesetzes. win2day verweist für die Sportwetten auf dieselbe Bewilligung – mit dem wichtigen Hinweis, dass das Sportwetten-Angebot damit nicht dem GSpG unterliegt und nicht der Aufsicht des BMF untersteht. Die Lotterie- und Casino-Spiele von win2day laufen hingegen unter der bundesweiten GSpG-Konzession, einer ganz anderen rechtlichen Welt.
Die Konsequenz für die Wettkundin: Es gibt keine zentrale Stelle, bei der man prüfen kann, ob ein Anbieter „in Österreich erlaubt“ ist. Man muss die Bewilligung dort suchen, wo der Anbieter sie selbst nennt – im Impressum, in der Wettordnung oder in den AGB. Und selbst dann zeigt die Bewilligung nur, dass der Anbieter in dem jeweiligen Bundesland eine Genehmigung hat; ein Anbieter mit Tiroler Bewilligung ist damit nicht automatisch auch in Wien oder Niederösterreich bewilligt, auch wenn er dort Spieler wirbt.
Was nicht geht: Es gibt keine bundesweite Sperrdatei für Sportwetten, anders als es sie für GSpG-Glücksspiele gibt oder mit dem Glücksspielreformgesetz 2026 kommen soll. Wer sich bei einem Anbieter selbst sperren lässt, ist nur bei diesem einen Anbieter gesperrt. Eine Fremdsperre – also der Ausschluss durch Angehörige oder die Behörde – ist in den Landgesetzen unterschiedlich geregelt. Wer sich selbst bei tipp3 für drei Jahre sperrt, kann am selben Tag noch bei win2day eine Wette platzieren. Das ist kein Versäumnis des Anbieters, sondern die Folge der föderalen Struktur.
Steuern und Gebühren: Die Wettgebühr nach § 33 TP 17 Abs. 1 Z 1 GebG, geändert durch BGBl. I Nr. 7/2025, beträgt seit dem 1. April 2025 fünf Prozent des Wetteinsatzes (zuvor zwei Prozent seit 2005). Die Gebühr schuldet, wer die Wette gewerblich abschließt oder vermittelt – also der Wettanbieter, nicht der Spieler. Wie der Anbieter die Gebühr weitergibt, ist seine Sache: Er kann sie in die Quote einpreisen, vom Gewinn abziehen oder selbst tragen. tipp3 zieht sie bei gewonnenen Wetten vom Gewinn ab und trägt sie bei verlorenen selbst; das ist eine transparente, aber nicht die einzige mögliche Lösung. Andere Anbieter senken die Quote leicht, sodass der Effekt im Marktpreis versteckt ist.
Spielerschutz: Was kleine Beträge nicht leisten
Wer wenig einzahlt, wettet nicht automatisch vorsichtiger. Die Einstiegssumme hat keinen Einfluss auf das Risiko einer Wette – eine Zehn-Euro-Wette zur Quote 10,00 verliert mit derselben Wahrscheinlichkeit wie eine Hundert-Euro-Wette zur Quote 10,00. Die Mittel, die wirken, sind andere: ein eigenes Budget, das vor der Einzahlung festgelegt wird, selbst gesetzte Limits beim Anbieter, eine Spielpause oder Selbstsperre, wenn das eigene Spielverhalten auffällt.
Die österreichischen Wettgesetze verpflichten die Anbieter zu Spielerschutz, aber die konkrete Ausgestaltung ist Sache des Anbieters und des jeweiligen Landes. win2day etwa hat ein wöchentliches Einzahlungslimit von 250 € für Spieler bis 26 Jahre und ein monatliches Limit von 1.680 € für Spieler ab 26 Jahren; Gewinne zählen nicht in das Limit hinein, auf Antrag kann das Limit erhöht werden. tipp3 lässt wöchentliche Einzahllimits bis 1.950 € setzen, ein tägliches Einsatzlimit bis 10.000 € und ein wöchentliches Verlustlimit bis 5.000 €. Bei Merkur Bets und anderen Anbietern sind die Limits weniger öffentlich dokumentiert und müssen im Konto eingesehen werden.
Was die Wettgebühr mit dem Spielerschutz zu tun hat: Sie macht kleine Einsätze nicht unattraktiver – wer zehn Euro setzt, zahlt 0,50 € Gebühr, die der Anbieter trägt oder weiterreicht. Aber sie reduziert den Gewinn bei höheren Quoten, was den Effekt einer „Verdoppelung“ mit kleinerem Einsatz etwas abbremst. Das ist kein Argument gegen die Gebühr; es ist nur ein Hinweis, dass die Quote allein nicht das Maß der Dinge ist.
Wer sich selbst sperren lassen will, muss dies bei jedem Anbieter einzeln tun. tipp3 bietet eine Spielpause von einem, drei oder sechs Monaten, bei der das Guthaben im Konto bleibt, und eine Selbstsperre von einem, zwei oder drei Jahren, bei der das Guthaben auf das verknüpfte Bankkonto ausgezahlt wird. Beide Sperren sind nach dem Start nicht mehr aufhebbar. Das ist konsequent: Eine Sperre, die sich selbst wieder beenden lässt, hat keine Schutzwirkung. Bei win2day und anderen Anbietern sind die Sperrfristen ähnlich, aber nicht identisch.
Eine bundesweite Sperrdatei für Sportwetten ist nicht in Kraft. Das Glücksspielreformgesetz 2026, das am 14.10.2026 noch im Entwurfsstadium war, sieht ein Sperrregister und ein Limitregister für GSpG-Glücksspiele vor; Sportwetten sind darin nicht erfasst. Wer also den Eindruck hat, dass er mit seinem Wettverhalten an Grenzen stößt, kann sich nur an den Anbieter selbst wenden, an die Initiative playsponsible als Anlaufstelle, oder – falls die Spielsucht bereits besteht – an eine der österreichischen Suchtberatungsstellen.
Boni und Gratiswetten: Was „10 €“ bei einem Bonus wirklich bedeutet
Die vier Begriffe, die im österreichischen Markt am häufigsten für Bonusangebote verwendet werden, sind Gutschein, Wettguthaben, Freiwette und Gratiswette. Sie klingen ähnlich, funktionieren aber unterschiedlich. Ein Gutschein ist in der Regel ein Code oder ein physischer Bon, der gegen einen bestimmten Betrag oder eine bestimmte Leistung eingelöst wird – win2day etwa verkauft in seinen Annahmestellen EuroBons in Stückelungen von 10, 20, 30, 40, 50 und 100 €. Ein Wettguthaben ist ein Betrag, der dem Wettkonto nach einer Aktion gutgeschrieben wird und wie echtes Geld eingesetzt werden kann, aber oft an Umsatzbedingungen gebunden ist. Eine Freiwette (auch FreeBet oder Gratiswette genannt) ist ein Wettschein, dessen Einsatz im Gewinnfall nicht ausgezahlt wird – wer eine 10-€-Freiwette zur Quote 3,00 gewinnt, bekommt 20 € ausgezahlt, nicht 30 €.
Das ist der entscheidende Unterschied: Bei einer Einzahlung mit Echtgeld, die einen Bonus auslöst, ist der Einsatz Teil des Gewinns. Bei einer Gratiswette ist er es nicht. Wer eine 10-€-Einzahlung mit einem 100-%-Bonus macht und den Bonus mit einer Quote von 2,00 bei Mindestquote umsetzt, gewinnt im Erfolgsfall 20 € (10 € Einsatz + 10 € Gewinn). Wer stattdessen eine 10-€-Freiwette zur Quote 2,00 nutzt, gewinnt nur 10 €. Die Wettgebühr von fünf Prozent wird im zweiten Fall vom Gewinn abgezogen, sodass 9,50 € ausgezahlt werden. Bei tipp3 ist genau diese Regelung dokumentiert: fünf Prozent vom Gewinn.
Worauf bei Boni zu achten ist, sind vier Zahlen: die Höhe des Bonus (meist 100 % der Einzahlung bis zu einer Obergrenze), die Umsatzvorgabe (wie oft muss der Bonus umgesetzt werden, bevor er ausgezahlt werden kann), die Mindestquote (welche Quoten zählen für den Umsatz) und die Frist (wie lange hat der Wettkunde Zeit, die Vorgabe zu erfüllen). Wer mit zehn Euro einzahlt und einen 10-€-Bonus erhält, muss diesen 10-€-Bonus in der Regel mehrfach umsetzen, etwa drei- bis sechsmal, bevor eine Auszahlung möglich ist. Das bedeutet, dass der Wettkunde nicht zehn Euro, sondern dreißig bis sechzig Euro an Wetten platzieren muss, um den Bonus freizuspielen. Bei einer Quote von 2,00 sind das fünfzehn bis dreißig einzelne Wetten, wenn jede Wette den Mindesteinsatz von 0,50 € hat. Das ist machbar, aber es ist kein „Gratisgeschenk“.
Beim win2day-FreeBet-Paket ist die Mechanik eine andere: Nach einer ersten Einzahlung von mindestens 1 € werden automatisch fünf FreeBets zu je 10 € gutgeschrieben – also 50 € an FreeBets, ohne dass der Einsatz zurückgezahlt wird. Der Wert dieser 50 € ist daher nicht 50 €, sondern der erwartete Gewinn, der je nach Quote und Auszahlungsquote des Marktes darunter liegt. Wer sie alle bei einer Quote von 3,00 auf einem Markt mit 95 % Auszahlungsquote einlöst, hat einen erwarteten Wert von 50 € × (3,00 − 1) ÷ 3,00 × 0,95 = 31,67 €. Das ist besser als nichts, aber weit weniger als 50 €.
Für die Auszahlung gilt: Bonusgeld, das noch nicht umgesetzt ist, kann nicht ausgezahlt werden. Bei tipp3 muss eingezahltes Guthaben einmal vollständig für Sportwetten eingesetzt werden, bevor es ausgezahlt werden kann – selbst dann, wenn gar kein Bonus im Spiel ist. Das ist eine Anti-Geldwäsche-Regel, keine Schikane. Wer also zehn Euro einzahlt und sofort wieder auszahlen will, wird daran gehindert.
Zahlungswege: Was bei 10 € Einzahlung wirklich funktioniert
Die wichtigste Frage bei einer Einzahlung von zehn Euro ist nicht „Wer nimmt 10 €?“, sondern „Welcher Zahlungsweg nimmt 10 € ohne unverhältnismäßige Gebühren?“. Eine Kreditkartenzahlung von zehn Euro, die in Prozent berechnet wird, kostet den Wettkunden oft 0,20 € bis 0,30 € an Gebühr – das sind zwei bis drei Prozent. Eine EPS-Überweisung von zehn Euro kostet bei den meisten Banken nichts. Eine Paysafecard in der kleinsten Stückelung von zehn Euro ist möglich, aber Aufpreis und Verkaufsstellenprovision können den effektiven Einsatz senken. Und eine Bareinzahlung bei einem tipp3-Partner ist in der Regel kostenlos, dafür ist der Wegaufwand höher.
Die folgende Übersicht zeigt, welche Anbieter welche Zahlungswege nennen und ob sie für eine Zehn-Euro-Einzahlung in Frage kommen. Wichtig: Jeder Anbieter aktualisiert seine Zahlungswege regelmäßig, und die AGB sind die einzige verlässliche Quelle. Wer eine Methode nutzt, die in der Liste nicht auftaucht, geht das Risiko ein, dass die Einzahlung abgelehnt oder zurückgebucht wird.
| Anbieter | Bewilligung in Österreich | Betreiber / berichtete Lizenz |
|---|---|---|
| tipp3 | NÖ Landesregierung (Bescheid 10.12.2020) | Österreichische Sportwetten Gesellschaft m.b.H. |
| win2day | NÖ Landesregierung (Sportwetten-Bewilligung) | Österreichische Lotterien Gesellschaft mbH |
| Vierklee | Tiroler Landesregierung | Vierklee Wettbüro GmbH |
| Starsportwetten | Land nicht veröffentlicht | Star Sportwetten GmbH |
| Admiral | OÖ Landesregierung | ADMIRAL Sportwetten GmbH |
| Merkur Bets | Land nicht veröffentlicht | nicht im App-Eintrag genannt |
| Golisimo | ohne österreichische Bewilligung | Costa Rica (lizenzrechtlich nicht österreichisch) |
| N1 Bet | ohne österreichische Bewilligung | Curaçao (lizenzrechtlich nicht österreichisch) |
| Interwetten | ohne österreichische Bewilligung | MGA/B2C/110/2004 (Malta, nicht österreichisch) |
| 20Bet | ohne österreichische Bewilligung | Lizenz nicht etabliert |
Was die Tabelle zeigt: Sechs der zehn Anbieter nennen eine österreichische Bewilligung, vier nicht. Bei tipp3 und win2day ist die Bewilligung exakt dokumentiert mit Datum und Aktenzeichen; bei Vierklee und Admiral ist das Bundesland genannt, aber die Aktenzahl fehlt im öffentlich zugänglichen Auftritt; bei Starsportwetten und Merkur Bets ist weder das Bundesland noch die Aktenzahl in den Quellen zu finden, die in den Impressen und App-Beschreibungen stehen. Bei Golisimo, N1 Bet, Interwetten und 20Bet ist keine österreichische Bewilligung dokumentiert. Ob das bedeutet, dass diese Anbieter keine haben, oder nur, dass sie keine veröffentlichen, ist aus den vorliegenden Quellen nicht zu entscheiden. Was sich sagen lässt: Die österreichische Selbstsperre greift bei den vier zuletzt genannten Anbietern nicht, weil kein österreichisches Verfahren sie erfasst. Wer sich also für einen dieser Anbieter entscheidet, ist auf dessen eigene Spielerschutz-Tools angewiesen.
Welche Zahlungsmethoden funktionieren konkret bei 10 €
Bei tipp3 stehen Kreditkarte (Mastercard, Visa, Diners Club), EPS-Überweisung, Google Pay, Apple Pay, PayPal, Paysafecard, EuroBons und Bareinzahlung bei tipp3-Partnern zur Verfügung. Kryptowährung ist nicht aufgeführt. Einen pauschalen Mindestbetrag nennt die Hilfe-Seite nicht; die Bareinzahlung bei Partnern ist auf 1.000 € pro Woche begrenzt. Wer mit zehn Euro einzahlt, hat also mehrere Methoden, die keine Mindestmenge verlangen – bis auf die Bareinzahlung, die in der Regel in Stückelungen wie 5 €, 10 €, 20 € angenommen wird.
Bei win2day kann mit Kredit- oder Debitkarte bereits ab 1 Cent eingezahlt werden; für andere Zahlungsmethoden nennt der Anbieter keinen Mindestbetrag. Das ist die niedrigste Schwelle im österreichischen Markt. Allerdings ist die Identitätsprüfung vor der ersten Auszahlung verpflichtend, und das Bankkonto (im EWR) muss bei der Auszahlung hinterlegt sein – wer mit Kreditkarte einzahlt und dann auf ein fremdes Konto auszahlen will, scheitert.
Bei Vierklee sind die genannten Methoden EPS, Klarna und Kreditkarten – ausdrücklich nur „einige“ der verfügbaren Varianten. Auszahlungen laufen auf das Bankkonto. Einen Mindestbetrag oder eine Gebühr nennt die Quelle nicht.
Bei Merkur Bets nennt der App-Eintrag PayPal, Paysafecard, Visa und Mastercard für Ein- und Auszahlungen. Paysafecard ist in Stückelungen ab 10 € erhältlich; PayPal und Kreditkarten haben in der Regel keine feste Untergrenze.
Bei Starsportwetten, Admiral, Golisimo, N1 Bet, Interwetten und 20Bet sind die genauen Zahlungswege den App-Beschreibungen und AGB zu entnehmen. Was sich generell sagen lässt: Wer eine Prepaid-Methode nutzt, ist an die Stückelungen des Anbieters gebunden. Wer eine Bankmethode nutzt, ist an die Mindestbeträge der Bank oder des Zahlungsdienstleisters gebunden. Und wer mit Kryptowährung einzahlen will, ist auf Anbieter angewiesen, die diese akzeptieren – im österreichisch bewilligten Markt tut das derzeit niemand der genannten.
Gebühren und Dauer
Die Wettgebühr von fünf Prozent ist eine staatliche Abgabe auf den Einsatz, nicht auf den Gewinn, und sie wird vom Wettanbieter geschuldet, nicht vom Spieler. Wie der Anbieter sie weitergibt, ist Vertragssache. tipp3 zieht sie bei gewonnenen Wetten vom Gewinn ab und trägt sie bei verlorenen selbst. Bei win2day ist die genaue Regelung in der Wettordnung dokumentiert. Bei den anderen Anbietern ist sie in den AGB zu suchen. Wer nicht weiß, wie sein Anbieter die Gebühr handhabt, sollte vor der ersten Wette in den AGB nachlesen oder den Support fragen.
Zusätzlich zur Wettgebühr können Zahlungsgebühren anfallen. Kreditkarten erheben oft 1,5 % bis 2,5 % des Umsatzes, was bei zehn Euro Einzahlung 0,15 € bis 0,25 € ausmacht. PayPal erhebt keine Gebühr für den Empfang, kann aber bei Auszahlung in Fremdwährung einen Aufschlag nehmen. EPS-Überweisung ist in der Regel kostenlos für den Empfänger. Paysafecard hat keine Auszahlungsgebühr, aber eine Verkaufsprovision an der Verkaufsstelle. Bareinzahlung hat keine Transaktionsgebühr, dafür den Wegaufwand.
Auszahlungsdauer: tipp3 führt Bankauszahlungen werktags von Montag bis Freitag durch; die Überweisung dauert meist noch ein bis zwei Bankwerktage. Eine Auszahlung am Montag kommt also im günstigsten Fall am Mittwoch, im ungünstigsten Fall am Donnerstag auf dem Konto an. Wochenenden und Feiertage verlängern die Dauer. Andere Anbieter sind in der Regel ähnlich, einige schneller, einige langsamer. Die Verifikation vor der ersten Auszahlung kann die erste Auszahlung um einige Tage verzögern – das ist Standard und kein Zeichen für ein unseriöses Angebot.
Die zehn Anbieter im Vergleich
Die folgende Aufstellung bewertet die zehn relevantesten Anbieter im österreichischen Markt nach denselben Kriterien: Bewilligungslage, Zahlungswege für eine Zehn-Euro-Einzahlung, Geschwindigkeit der Auszahlung, Verfügbarkeit von Bonusaktionen und Eignung für Wettkunden, die mit kleinen Beträgen einsteigen. Die Reihenfolge folgt der Bedeutung im österreichischen Markt und nicht einer subjektiven Bewertung.
tipp3
tipp3 ist der Wettanbieter mit der am breitesten dokumentierten österreichischen Bewilligung. Die NÖ Landesregierung hat dem Betreiber Österreichische Sportwetten Gesellschaft m.b.H. mit Bescheid vom 10.12.2020 die Bewilligung auf Basis des NÖ Wettgesetzes erteilt. Wer in Niederösterreich wettet, hat damit einen Anbieter mit klarer Rechtsgrundlage.
Die Zahlungswege sind vielfältig: Kreditkarte, EPS, Google Pay, Apple Pay, PayPal, Paysafecard, EuroBons und Bareinzahlung bei tipn3-Partnern. Bargeld-Einzahlungen sind auf 1.000 € pro Woche begrenzt. Eine pauschale Mindesteinzahlung nennt die Hilfe-Seite nicht, was praktisch heißt, dass die jeweilige Methode den Mindestbetrag bestimmt. Bei Kreditkarte sind das oft 5 € bis 10 €, bei EPS und PayPal ähnlich, bei Paysafecard die Stückelung, bei EuroBons die festen Werte 10, 20, 30, 40, 50, 100 €.
Beim Spielerschutz ist tipp3 transparent: wöchentliche Einzahllimits bis 1.950 €, tägliches Einsatzlimit bis 10.000 €, wöchentliches Verlustlimit bis 5.000 €. Die Spielpause dauert einen, drei oder sechs Monate, die Selbstsperre ein, zwei oder drei Jahre; beide Sperren sind nach dem Start nicht mehr aufhebbar. Die Verifikation vor der ersten Auszahlung nutzt ID Austria, Bank Ident, Foto Ident oder Video Ident; bei der Registrierung werden keine Bankdaten abgefragt.
Für eine Zehn-Euro-Einzahlung eignet sich tipp3 vor allem wegen der Wettgebühr-Regelung: Bei verlorenen Wetten trägt der Anbieter die fünf Prozent, bei gewonnenen Wetten werden sie vom Gewinn abgezogen. Das ist transparent und nachvollziehbar. Wer mit kleinen Beträgen einsteigt und auf klare Konditionen Wert legt, ist hier richtig.
Das Verrechnen des Bonus oder die Frage, ob ein Bonus bei 10 € sinnvoll ist: tipp3 wirbt nicht offensiv mit Zehn-Euro-Boni, hat aber regelmäßig Aktionen, die an Einzahlungsbeträge gekoppelt sind. Die genauen Bedingungen stehen jeweils in der Aktionsbeschreibung und sind nicht pauschal vergleichbar. Wer einen Bonus annimmt, muss die Umsatzvorgaben lesen, bevor er die Einzahlung macht.
win2day
win2day ist die zweite Säule des österreichisch bewilligten Marktes. Die Österreichische Lotterien Gesellschaft mbH betreibt das Angebot; die Sportwetten unterliegen der NÖ Wettgesetz-Bewilligung, Lotterie und Casino laufen unter der bundesweiten GSpG-Konzession. Wer zwischen den Bereichen wechselt, sollte wissen, dass unterschiedliche Regeln gelten.
Die Einstiegsschwelle ist die niedrigste im Markt: Kredit- oder Debitkarte nimmt win2day ab 1 Cent. Für andere Methoden nennt der Anbieter keinen Mindestbetrag. Der Mindesteinsatz pro Wettschein liegt bei 0,50 €. Wer also zehn Euro einzahlt, kann zwanzig einzelne Wetten platzieren, ohne den Mindesteinsatz zu unterbieten.
Das FreeBet-Paket, das nach einer ersten Einzahlung von mindestens 1 € automatisch gutgeschrieben wird, umfasst fünf FreeBets zu je 10 €. Das klingt nach 50 € Bonus, ist aber wegen der Gratiswetten-Mechanik weniger wert. Bei einer angenommenen Auszahlungsquote des Marktes von 95 % und einer typischen Quote von 3,00 liegt der erwartete Wert bei rund 31 €. Das ist deutlich mehr als nichts, aber deutlich weniger als 50 €.
Das Einzahlungslimit ist altersabhängig gestaffelt: bis 26 Jahre maximal 250 € pro Woche, ab 26 maximal 1.680 € pro Monat. Gewinne zählen nicht in das Limit, und das Limit kann auf Antrag erhöht werden. Die Identitätsprüfung erfolgt vor der ersten Auszahlung, das Bankkonto muss im EWR liegen.
Für eine Zehn-Euro-Einzahlung eignet sich win2day besonders für Wettkunden, die mit kleinen Beträgen experimentieren wollen, ohne sofort eine hohe Schwelle zu überschreiten. Das FreeBet-Paket ist ein konkreter Anreiz, der bei den anderen Anbietern fehlt; wer die Mechanik versteht, kann es sinnvoll nutzen.
Vierklee
Vierklee Wettbüro GmbH ist ein Anbieter mit Tiroler Bewilligung. Die Bewilligung führt die Tiroler Landesregierung (Zl. IIa.10.065/144-0); die Aktenzahl ist im Auftritt dokumentiert, das Datum der Erteilung nicht in derselben Quelle. Damit ist klar, dass das Unternehmen als Wettunternehmer im Sinne des Tiroler Wettgesetzes auftritt, und für Wetten aus Tirol die entsprechende Rechtsgrundlage besteht.
Die Zahlungswege, die Vierklee selbst nennt, sind EPS, Klarna und Kreditkarten – ausdrücklich als „einige“ der verfügbaren Varianten. Auszahlungen laufen auf das Bankkonto. Einen pauschalen Mindestbetrag oder eine Gebühr nennt die Quelle nicht; die tatsächlichen Werte sind in den AGB oder im Wettkonto zu finden.
Für eine Zehn-Euro-Einzahlung eignet sich Vierklee vor allem, wenn der Wettkunde ohnehin in Tirol wohnt oder eine Verbindung zu Tirol hat. Die Bewilligung deckt das Land ab, in dem die Daten bereitgestellt werden; für Wettkunden in anderen Bundesländern ist die Rechtslage nicht eindeutig, auch wenn der Anbieter dort wirbt. Wer mit kleinen Beträgen einsteigt, sollte die AGB lesen und prüfen, ob die genannten Methoden EPS, Klarna und Kreditkarte tatsächlich den Zehn-Euro-Betrag akzeptieren.
Starsportwetten
Starsportwetten ist ein Anbieter mit österreichischer Bewilligung, deren genauer Urheber im Auftritt nicht öffentlich gemacht wird. Der Google-Play-Eintrag nennt einen Bescheid vom 8. März 2022, mit dem der Starbet24 GmbH die behördliche Bewilligung zur Durchführung von Sportwetten im Internet und in stationären Spielstätten erteilt wurde; das Bundesland und die Bescheidnummer fehlen. Die Aussage „behördlich bewilligter Sportwettenanbieter“ ist damit gemacht, aber nicht bis zur zitierfähigen Quelle belegt.
Das macht die Bewertung schwierig. Wer mit Starsportwetten wetten will, sollte prüfen, ob das eigene Bundesland dasjenige ist, in dem die Bewilligung gilt. Die fehlende Veröffentlichung des Bundeslandes bedeutet, dass die Bewertung nur „eine Bewilligung liegt vor“ lauten kann, ohne zu wissen, ob sie das eigene Bundesland abdeckt.
Für die Zahlungswege gilt: Die App-Beschreibung nennt keine konkreten Methoden, der Auftritt des Anbieters ist die einzige verlässliche Quelle. Wer mit zehn Euro einzahlen will, muss vor der Registrierung in den AGB oder im Kassenbereich nachsehen, welche Methoden akzeptiert werden und ob ein Mindestbetrag gilt.
Admiral
Admiral Sportwetten gehört zu den traditionsreichsten Marken des österreichischen Marktes. Die ADMIRAL Sportwetten GmbH mit Sitz in Gumpoldskirchen war Teil der Novomatic-Gruppe; das Unternehmen war von 2001 bis 2006 an der Wiener Börse notiert. Die Bewilligung führt das Oö. Wettgesetz und die OÖ Landesregierung als zuständige Behörde. Damit ist Admiral für Wetten aus Oberösterreich klar rechtsgrundlegend abgedeckt.
Die Zahlungswege sind in den AGB und im Kassenbereich dokumentiert; die hier verfügbaren Quellen nennen keine konkreten Methoden für Admiral. Wer mit zehn Euro einzahlen will, sollte direkt auf der Website von Admiral den Kassenbereich prüfen. Was sich aus der Unternehmensgeschichte sagen lässt: Admiral betreibt in Österreich ein Netz von Wettannahmestellen, was die Bareinzahlung und die Wettterminal-Nutzung erleichtert. Die Online-Präsenz ist die zweite Säule.
Für eine Zehn-Euro-Einzahlung eignet sich Admiral vor allem, wenn der Wettkunde in Oberösterreich wohnt oder ohnehin die stationäre Wettannahme nutzt. Die Online-Mindestbeträge sind in den AGB zu finden.
Merkur Bets
Merkur Bets ist die Sportwetten-Marke der Gauselmann-Gruppe, die in Deutschland mit Merkur-Spielhallen bekannt ist. Die App-Beschreibung nennt PayPal, Paysafecard, Visa und Mastercard als Zahlungswege für Ein- und Auszahlungen, den Support per In-App-Chat. Die österreichische Bewilligung wird im App-Eintrag erwähnt, aber weder das Bundesland noch die Bescheidnummer sind in den verfügbaren Quellen zu finden.
Für die Zehn-Euro-Einzahlung ist Merkur Bets vor allem wegen der Zahlungswege interessant: PayPal und Paysafecard sind zwei Methoden, die in Österreich weit verbreitet sind und ohne Bankverbindung funktionieren. Paysafecard ist in Stückelungen ab 10 € erhältlich; wer also genau zehn Euro einzahlen will, kann den entsprechenden Bon an einer Verkaufsstelle kaufen und den Code einlösen. PayPal hat keine feste Untergrenze, akzeptiert aber nur verifizierte Konten.
Was fehlt: Die genaue Bewilligungslage ist nicht zu verifizieren, was bei einer Bewertung nach österreichischer Rechtslage einen Strich durch die Rechnung macht. Wer mit Merkur Bets wetten will, sollte beim Anbieter nachfragen, in welchem Bundesland die Bewilligung gilt.
Golisimo
Golisimo ist ein Anbieter ohne österreichische Bewilligung. Die Lizenz, die das Unternehmen nennt, ist Costa Rica – eine Lizenz, die in Europa nicht als gleichwertig mit einer europäischen Lizenz anerkannt ist. Die Plattform bietet Sportwetten mit Krypto-Willkommensbonus und konventionellem Ersteinzahlungsbonus; die Bedingungen der Aktionen waren auf den Aktionsseiten nicht abrufbar.
Für österreichische Wettkunden bedeutet das: Es gibt keine österreichische Stelle, an die man sich bei Streit wenden kann, keine österreichische Selbstsperre, die den Anbieter erfasst, und keine österreichische Bewilligungsbehörde, die das Angebot kontrolliert. Ob das Angebot aus österreichischer Sicht legal ist, hängt vom Wettgesetz des jeweiligen Bundeslandes ab und ist juristisch umstritten – es gibt keine eindeutige höchstgerichtliche Entscheidung, die ausländische Online-Sportwetten pauschal verbietet oder erlaubt. Wer mit Golisimo wettet, tut das außerhalb des österreichischen Regulierungsrahmens.
Für eine Zehn-Euro-Einzahlung eignet sich Golisimo nur, wenn der Wettkunde bereit ist, die fehlende österreichische Bewilligung in Kauf zu nehmen. Die Vorteile können in einem breiteren Marktangebot, höheren Limits oder Krypto-Zahlungswegen liegen; die Nachteile sind offensichtlich.
N1 Bet
N1 Bet gehört zur N1 Partners Group, die nach eigenen Angaben 14 oder mehr Casino- und Wettmarken vereint. Die Lizenz, die N1 Bet nennt, ist Curaçao – ebenfalls keine österreichische oder europäische Lizenz im engeren Sinn. Sportwetten-Kampagnen laufen bei N1 Partners für drei Marken: N1 Bet, RollXO und Lucky Hunter.
Die Bewertung gleicht der von Golisimo: Keine österreichische Bewilligung, keine österreichische Selbstsperre, kein österreichischer Rechtsschutz bei Streit. Wer mit N1 Bet wettet, akzeptiert die Unsicherheit der ausländischen Lizenz und die fehlende Einbindung in das österreichische System. Die Plattform kann qualitativ gut sein, aber die rechtliche Absicherung im Streitfall ist geringer als bei einem Anbieter mit Land-Bewilligung.
Interwetten
Interwetten wurde im September 1990 in Wien gegründet, hat den Sitz aber im Laufe der Jahre nach Malta verlegt. Die Malta-Lizenz (MGA/B2C/110/2004) ist eine europäische Lizenz, aber keine österreichische Bewilligung im Sinne der Wettgesetze. Damit ist Interwetten ein Anbieter ohne österreichische Land-Bewilligung, der aber über eine etablierte europäische Lizenz verfügt.
Die besondere Position: Interwetten ist im österreichischen Markt stark präsent und wird von vielen Wettkunden als „österreichischer Anbieter“ wahrgenommen, was er historisch war. Heute ist die Lizenz eine andere, und die österreichische Bewertung folgt der Lizenz, nicht der Marke. Wer mit Interwetten wettet, tut das unter maltesischer Aufsicht, nicht unter österreichischer.
Für eine Zehn-Euro-Einzahlung eignet sich Interwetten, wenn der Wettkunde auf eine etablierte Marke mit langer Historie setzt. Die fehlende österreichische Bewilligung bedeutet aber: keine österreichische Selbstsperre, keine österreichische Bewilligungsbehörde als Anlaufstelle, und eine Rechtslage, die vom Bundesland abhängt.
20Bet
20Bet ist ein Anbieter, dessen Lizenzlage in den verfügbaren Quellen nicht eindeutig zu klären ist. Die Plattform bietet Live-Ereignisse mit Quotenaktualisierung in Echtzeit, für echte Wetten ist eine Einzahlung erforderlich. Welche Lizenz 20Bet nennt, ist im Rahmen dieser Recherche nicht festgestellt worden; eine österreichische Bewilligung liegt nicht vor.
Die Bewertung ist daher vorsichtig: Wer mit 20Bet wettet, sollte vor der Registrierung klären, unter welcher Lizenz das Angebot steht. Wenn keine europäische Lizenz erkennbar ist, ist die Lage noch unsicherer als bei Interwetten oder N1 Bet. Die Plattform kann qualitativ hochwertig sein, aber die fehlende Transparenz bei der Lizenz ist ein Warnsignal.
Was eine 10-€-Wette unter der Wettgebühr wirklich bringt
Die Wettgebühr von fünf Prozent, die seit dem 1. April 2025 auf alle Sportwetten-Einsätze in Österreich erhoben wird, schmälert den Reingewinn – aber nicht den Einsatz. Bei einer Zehn-Euro-Wette zur Quote 2,00 ergibt sich folgende Rechnung: Der Bruttogewinn beträgt 20 € (zehn Euro Einsatz plus zehn Euro Gewinn), die Wettgebühr von fünf Prozent vom Gewinn sind 0,50 €, sodass der Nettogewinn 9,50 € beträgt. tipp3 wendet genau diese Regelung an: Bei verlorenen Wetten trägt der Anbieter die Gebühr, bei gewonnenen Wetten werden fünf Prozent vom Gewinn abgezogen. Wer also zehn Euro auf eine Quote 2,00 setzt und gewinnt, bekommt 19,50 € ausgezahlt – nicht 20 €.
Bei einer höheren Quote verstärkt sich der Effekt. Eine Zehn-Euro-Wette zur Quote 5,00 bringt im Gewinnfall 40 € Auszahlung (50 € Bruttogewinn minus 2,00 € Wettgebühr vom Gewinn). Die relative Differenz zur Bruttoquote ist konstant fünf Prozent, der absolute Verlust steigt aber mit der Quote. Wer also auf Außenseiter wettet, zahlt die Wettgebühr stärker, weil sie auf den höheren Gewinn angewendet wird.
Für FreeBets und Gratiswetten gilt: Die Wettgebühr wird auf den Gewinn angewendet, nicht auf den fiktiven Einsatz. Eine 10-€-Freebet zur Quote 3,00 bringt im Gewinnfall 20 € ausgezahlt (10 € Gewinn aus Freebet, weil der Einsatz nicht zurückgezahlt wird); die Wettgebühr von 5 % auf den Gewinn sind 0,50 €, sodass der Wettkunde 19,50 € erhält. Das ist deutlich weniger als die 20 €, die eine Echtgeld-Wette zur Quote 3,00 eingebracht hätte, bei der der Einsatz zurückgezahlt würde (insgesamt 30 € Brutto, abzüglich 1 € Wettgebühr auf den Gewinn = 29 €).
Die Auszahlungsquote, also der Quotenschlüssel eines Marktes, wird durch die Wettgebühr nicht verändert. Die Gebühr ist eine fixe Größe, die auf den Gewinn angewendet wird; die Marge des Anbieters ist in den Quoten selbst eingepreist. Ein Markt mit 95 % Auszahlungsquote und 5 % Marge bleibt ein Markt mit 95 % Auszahlungsquote und 5 % Marge – die Wettgebühr kommt on top. Das ist der Punkt, an dem die Wettgebühr und die Marge sich addieren: Bei einer Wette zur Quote 2,00 auf einem 95-%-Markt mit 5 % Wettgebühr ist der effektive Nettogewinn kleiner als 2,00 vermuten lässt.
Welcher Anbieter passt zu wem
Eine pauschale Empfehlung für „den besten Anbieter“ gibt es im österreichischen Markt nicht, weil die Bewertung von der Wohnsitz-Bundesland, der Zahlungsmethode und der Bereitschaft abhängt, auf eine österreichische Bewilligung zu setzen oder nicht.
Wer in Niederösterreich wohnt und eine klare Rechtsgrundlage will, ist bei tipp3 und win2day richtig. Beide haben NÖ-Bewilligung, beide haben unterschiedliche Stärken: tipp3 bei den Zahlungswegen und der Wettgebühr-Transparenz, win2day bei der niedrigen Einstiegsschwelle und dem FreeBet-Paket.
Wer in Tirol wohnt, hat mit Vierklee einen Anbieter mit Tiroler Bewilligung, der auch für andere Bundesländer erreichbar ist. Wer in Oberösterreich wohnt, hat mit Admiral einen traditionsreichen Anbieter mit OÖ-Bewilligung.
Wer auf eine breite Zahlungsmethoden-Palette Wert legt und nicht auf eine bestimmte österreichische Bewilligung angewiesen ist, kann Merkur Bets (PayPal, Paysafecard) oder Interwetten (Malta-Lizenz) in Betracht ziehen. Beide haben keine österreichische Bewilligung, aber europäische Lizenzen.
Wer bereit ist, außerhalb des österreichischen Regulierungsrahmens zu spielen, hat mit Golisimo, N1 Bet oder 20Bet weitere Optionen. Diese Anbieter sind nicht pauschal illegal, aber die fehlende österreichische Bewilligung bedeutet weniger Schutz im Streitfall.
Wer mit zehn Euro einsteigt, sollte die Zahlungswege prüfen, bevor er sich registriert. Paysafecard in Stückelungen ab 10 € ist die unkomplizierteste Methode ohne Bankverbindung; EPS-Überweisung und PayPal haben in der Regel keine Mindestmenge; Kreditkarten können Gebühren verursachen, die bei kleinen Beträgen überproportional wirken.
Wer ein FreeBet-Paket oder einen Einzahlungsbonus nutzen will, sollte die Umsatzvorgaben lesen, bevor er die Einzahlung macht. Bei win2day ist das FreeBet-Paket (5 × 10 €) automatisch, die Mechanik (Einsatz wird nicht ausgezahlt) ist fix. Bei tipp3 sind Bonusaktionen nicht permanent, sondern an Kampagnen gebunden – die Bedingungen stehen jeweils in der Aktionsbeschreibung.
Wer sich selbst sperren will, muss dies bei jedem Anbieter einzeln tun, an dem er ein Konto hat. Eine bundesweite Sperre für Sportwetten gibt es nicht. Die Glücksspielreform 2026 plant ein Sperrregister, aber nur für GSpG-Glücksspiele; Sportwetten sind nicht erfasst.
Wer in einem Bundesland wohnt, das die Online-Sportwette seines Anbieters nicht abdeckt, sollte prüfen, ob der Anbieter eine entsprechende Bewilligung hat. Die VwGH-Rechtsprechung bindet die Bewilligung an den Ort der Datenbereitstellung, nicht an den Wohnsitz des Wettkunden. In der Praxis bedeutet das: Wer in Vorarlberg wohnt und bei einem Anbieter mit Tiroler Bewilligung wettet, ist möglicherweise nicht durch die Tiroler Bewilligung geschützt, weil die Daten in Tirol und nicht in Vorarlberg bereitgestellt werden.
Häufige Fragen zur 10-€-Einzahlung bei Sportwetten in Österreich
Welche Anbieter verlangen eine Mindesteinzahlung von 10 €, und wer legt diesen Betrag fest?
Im österreichischen Markt gibt es keine Stelle – weder den Bund noch ein Bundesland –, die eine Mindesteinzahlung für Sportwetten festlegt. Jeder Wettanbieter bestimmt den Mindestbetrag selbst, oft je nach Zahlungsmethode unterschiedlich. win2day nimmt Kreditkartenzahlungen bereits ab 1 Cent an, tipp3 nennt keinen pauschalen Mindestbetrag, und bei Paysafecard-Stückelungen beginnt die Spanne meist bei 10 €. Wer mit zehn Euro einzahlen will, hat in der Regel mehrere Optionen.
Welche Zahlungsmethoden kommen bei einer Einzahlung von 10 € in Frage, und fallen Gebühren an?
Bei Zehn-Euro-Einzahlungen funktionieren Kreditkarte, EPS-Überweisung, PayPal, Paysafecard und Google Pay oder Apple Pay in der Regel ohne Mindestmengen-Probleme. Bareinzahlung bei Annahmestellen ist in Stückelungen wie 5 €, 10 € oder 20 € möglich. Gebühren entstehen vor allem bei Kreditkartenzahlungen (1,5 % bis 2,5 %) und bei Bareinzahlungen über Verkaufsstellen, die eine Provision verlangen können. EPS-Überweisung und PayPal sind in der Regel kostenlos für den Empfänger.
Wie wirkt sich die Wettgebühr von 5 % auf einen Einsatz von 10 € bei der Quote 2,00 aus?
Bei einer Zehn-Euro-Wette zur Quote 2,00 beträgt der Bruttogewinn 20 €, die Wettgebühr von fünf Prozent auf den Gewinn sind 0,50 €. Die Auszahlung im Gewinnfall liegt damit bei 19,50 €. tipp3 trägt die Gebühr bei verlorenen Wetten selbst, sodass dort der Einsatz in voller Höhe verloren geht. Bei höheren Quoten steigt der absolute Gebührenbetrag, der relative Anteil bleibt konstant bei fünf Prozent des Gewinns.
Gibt es ein bundesweites Einzahlungslimit für Sportwetten, oder gelten nur die Limits des Anbieters?
Es gibt kein bundesweites Einzahlungslimit für Sportwetten in Österreich. Die Wettgesetze der Bundesländer verpflichten die Anbieter zu Spielerschutz, aber die konkrete Ausgestaltung ist Sache des Anbieters. win2day hat ein wöchentliches Limit von 250 € bis 26 Jahre und ein monatliches Limit von 1.680 € ab 26 Jahren. tipp3 lässt wöchentliche Einzahllimits bis 1.950 € setzen. Oppositionen in der Steiermark und in Niederösterreich haben 2025 ein nationales Limit gefordert, aber es ist nichts in Kraft.
Muss nach einer Einzahlung erst Umsatz erzielt werden, bevor eine Auszahlung möglich ist?
Ja, bei den meisten österreichischen Anbietern. tipp3 verlangt, dass eingezahltes Guthaben einmal vollständig für Sportwetten eingesetzt wird, bevor eine Auszahlung möglich ist. Bei Bonusguthaben ist die Vorgabe strenger: Der Bonus muss in der Regel drei- bis sechsmal umgesetzt werden, bevor er ausgezahlt werden kann. Das ist eine Anti-Geldwäsche-Regel und gilt auch ohne Bonus, um zu verhindern, dass eingezahltes Geld sofort wieder ausgezahlt wird.
Wer erteilt die Bewilligung für Sportwetten, und gibt es eine bundesweite Liste zugelassener Anbieter?
Die Bewilligung erteilt das jeweilige Bundesland, in dem der Anbieter seine Daten bereitstellt – also die NÖ Landesregierung, die Tiroler Landesregierung, die OÖ Landesregierung oder eine andere Landesregierung je nach Wettgesetz. Es gibt keine bundesweite Liste zugelassener Anbieter, weil es keine bundesweite Bewilligung gibt. Wer prüfen will, ob ein Anbieter eine Bewilligung hat, muss im Impressum, in den AGB oder in der Wettordnung des Anbieters nachsehen, welche Landesregierung die Bewilligung erteilt hat.
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Inhalt erstellt vom Team «wettentippsat»
