Wettanbieter mit Paysafecard 2026: Wer in Österreich mit dem Prepaid-Code einzahlt
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Paysafecard gehört in Österreich zu den wenigen Einzahlungswegen, die ohne Bankkonto funktionieren. Der 16-stellige Code wird an der Kasse eingegeben, das Guthaben steht im Wettkonto, und über die persönlichen Daten entscheidet am Ende der Buchmacher – nicht der Zahlungsdienst. Genau darin liegt sowohl der Reiz als auch die Falle: Wer mit Paysafecard einzahlt, hat noch keinen Buchmacher mit österreichischer Bewilligung gewählt. Sportwetten sind in Österreich kein Glücksspiel im Sinne des Glücksspielgesetzes, sondern nach Bundesland Recht – und jede Bundeslandbewilligung steht für sich.
Für Spieler in Österreich sind diese zehn Wettanbieter relevant, die Paysafecard als Einzahlung akzeptieren. Sechs davon führen eine österreichische Bewilligung (Admiral, Merkur Bets, Starsportwetten, Vierklee, tipp3, win2day), vier sind ohne österreichische Bewilligung am Markt (bet365, Felixspin, LeoVegas, 888sport). Die Auflistung folgt keinem starren Ranking, sondern präsentiert die Anbieter als Alternativen für unterschiedliche Wettvorlieben.
Stand: November 6, 2026 · Bewilligungen geprüft gegen die Angaben der Anbieter und die NÖ-landesgesetzliche Veröffentlichung des tipp3-Bescheids.
Was Paysafecard beim Wetten leistet – und was nicht
Paysafecard wurde im März 2000 in Wien als paysafecard Wertkarten AG gegründet, firmiert seit Juli 2014 als paysafecard Wertkarten GmbH und gehört seit August 2015 zur Paysafe Group. In der EU wird die Karte seit dem 29. Oktober 2019 unter einer irischen E-Geld-Lizenz ausgegeben. Damit ist Paysafecard kein anonymes Bargeld, sondern ein Finanzkursangebot unter EU-Aufsicht – wer ein Konto anlegt, hinterlegt Name und Adresse, wer ohne Konto einen Code einlöst, hinterlässt keine persönliche Spur beim Zahlungsdienst.

Beim Wetten ergibt das einen klaren Schnitt: Einzahlung läuft, Auszahlung über denselben Code läuft grundsätzlich nicht. Der Code ist ein Guthaben, kein Konto. Wer mit einem 50-€-Code einzahlt und gewinnt, bekommt den Gewinn auf das Bankkonto, das im Wettkonto hinterlegt ist – nicht als neuen Paysafecard-Code zurück. Das ist im Inlandsmarkt der entscheidende Unterschied zu E-Wallets wie PayPal oder Skrill, die einen geschlossenen Zahlungskreislauf anbieten.
Zwei Kostenfallen, die jeder kennen sollte, der Paysafecard hortet: Ab dem 13. Monat ohne Kontotransaktion werden 2 € pro Monat Kontoführungsgebühr fällig, vermeidbar durch eine Transaktion innerhalb eines Jahres. Für nicht registrierte Gutscheine fällt 30 Tage nach Kauf eine monatliche Gebühr von 4 € an, wer das Konto registriert, entgeht dieser Gebühr. Wer sein Restguthaben wieder auszahlen möchte, zahlt 5 % des Auszahlungsbetrags, höchstens 5 € pro Rücktausch. Für eine 10-€-Restkarte sind das 0,50 € Verlust; für eine 100-€-Restkarte 5 € – und damit der maximale Stückkostenwert. Wer Paysafecard regelmäßig nutzt, kommt an einer Registrierung kaum vorbei.
Die Rechtslage: Warum Bewilligung und Zahlungsweg getrennte Fragen sind
Sportwetten sind in Österreich kein Glücksspiel im bundesgesetzlichen Sinn. Der Verwaltungsgerichtshof hat das in der Entscheidung vom 2. Juli 2015 (Ro 2015/16/0019) festgestellt: Die Wette auf ein Sportereignis ist ein Geschicklichkeitsspiel und fällt nicht unter das Glücksspielgesetz. Daraus folgt: Es gibt keine bundesweite Wettkonzession, keinen nationalen Wettanbieter-Register und keine einheitliche Bundesland-Grenze für Spieleinsätze. Wer in Österreich Sportwetten anbietet, braucht eine Bewilligung des jeweiligen Bundeslandes, in dem er die Daten bereitstellt (VwGH 9.4.2026, Ra 2025/02/0037 zum Oö. Wettgesetz).

Für tipp3 ist die Rechtsgrundlage das NÖ Wettgesetz vom 27.05.2020 (LGBl. Nr. 58/2020); die Bewilligung erteilte die NÖ Landesregierung mit Bescheid vom 10.12.2020, Aktenzahl IVW1-Wett-47/001-2020. Für win2day Sportwetten gilt dieselbe Bewilligungsgrundlage, weil die Sportwetten der Marke ausdrücklich auf einer erteilten Bewilligung der Niederösterreichischen Landesregierung beruhen und damit nicht den Bestimmungen des Glücksspielgesetzes unterliegen. Die Lotterie- und Casino-Spiele von win2day laufen unter der bundesgesetzlichen Konzession – das ist eine andere Genehmigung mit anderen Regeln und sollte nicht mit den Sportwetten vermischt werden.
Was darf eine Landesbewilligung tragen? In Wien sind Wetten auf Sportereignisse zulässig, nicht aber auf Politik oder Fernsehshows. Oberösterreich erlaubt Livewetten nur auf numerische Zwischen- oder Endergebnisse und auf „Torschütze als Nächstes“-Märkte, Wien erlaubt Livewetten nur auf Teilergebnisse oder das Endergebnis. Niederösterreich hat in der aktuellen Fassung keine festgeschriebene Live-Saisorge – wer Livewetten in Niederösterreich anbietet, bewegt sich im bundeslandrechtlichen Rahmen, der nicht abschließend dokumentiert ist.
Bei den Einsatzlimits variieren die Bundesländer ebenfalls: 500 € pro Wette in Oberösterreich und Niederösterreich, 50 € pro Wette an Terminals ohne Schalter in Wien. Für Online-Wetten anderswo ist die Lage nicht abschließend dokumentiert. Admins zahlen mit Paysafecoffen oft mehr, weil der Code auf 100 € oder 1.000 € pro Transaktion gedeckelt ist – wer die bundeslandrechtliche Obergrenze reizen will, kommt mit Paysafecard gar nicht hin.
Was bedeutet das für Spieler mit Paysafecard-Zahlung? Sie haben einen Zahlungsweg, nicht eine Bewilligung gewählt. Die Frage „Spielt dieser Buchmacher legal in Österreich?“ wird über die bundeslandrechtliche Bewilligung beantwortet, nicht über den Zahlungsweg. Drei der zehn hier verglichenen Anbieter haben eine ausgewiesene Bewilligung, bei weiteren drei ist die bundeslandrechtliche Bewilligung in der Eigenangabe nicht abschließend dokumentiert, vier sind ohne österreichische Bewilligung und operieren mit ausländischer Lizenz (Malta, Gibraltar). Die Glücksspielreform 2026, die einen Sperrregister und einen Limitregister für GSpG-Glücksspiele einführen will, betrifft Sportwetten nicht – sie bleibt ein eigenes Kapitel.
Spielerschutz und Selbstanzeige: Was jeder Wettanbieter selbst regelt
Weil es kein nationales Sportwetten-Schutzgesetz gibt, ist Spielerschutz Sache jedes Anbieters. Die Anbieter setzen Altersgrenzen, Einzahlungslimits und Pausen – aber jeder in seinem eigenen Rahmen, ohne gemeinsamen Standard.
Bei win2day müssen Spieler mindestens 18 Jahre alt und in Österreich wohnhaft sein. Bis zum Alter von 26 Jahren gilt ein wöchentliches Einzahlungslimit von 250 € (Freitag bis Donnerstag); ab 26 Jahren maximal 1.680 € pro Kalendermonat. Gewinne zählen nicht zum Limit. Auf Antrag ist eine individuelle Erhöhung möglich – was meist bedeutet, dass das Limit in der Standardeinstellung restriktiv ist und bewusst beantragt werden muss.
Bei tipp3 sieht es etwas weiter aus: Das wöchentliche Einzahllimit kann auf bis zu 1.950 € gesetzt werden, das tägliche Einsatzlimit bis höchstens 10.000 €, das wöchentliche Verlustlimit bis maximal 5.000 €. tipp3 bietet eine Spielpause von 1, 3 oder 6 Monaten, in der das Guthaben im Konto bleibt, sowie eine Selbstsperre von 1, 2 oder 3 Jahren, in der das Guthaben auf das verknüpfte Bankkonto überwiesen wird. Beide Varianten sind nach dem Start nicht aufhebbar – wer sich für sechs Monate Pause entscheidet, bleibt sechs Monate draußen, auch wenn es am dritten Tag anders aussieht.
Für Spieler bei Anbietern ohne österreichische Bewilligung gilt: Die österreichische Selbstsperre greift dort nicht. Wer sich bei bet365, Felixspin, LeoVegas oder 888sport sperren lassen will, muss die Sperre im jeweiligen Konto setzen, nicht in einem österreichischen Register – ein solches Register für Sportwetten existiert nicht. Es gibt eine Hilfestellung der Branche unter Playsponsible.at, die über die Möglichkeiten der bundeslandrechtlichen Sperren und der bundesweiten Angebote der Lotterien informiert.
Bonus und Paysafecard: Warum die Einzahlungsmethode den Bonus entscheiden kann
Die Annahme „Wer mit Paysafecard einzahlt, bekommt keinen Bonus“ stimmt nur teilweise. Die meisten hier verglichenen Anbieter schließen Paysafecard nicht ausdrücklich aus den Willkommensangeboten aus – aber die Bedingungen sind es, die das Bild prägen.
Wo research Zahlen trägt: Auszahlung über Paysafecard grundsätzlich nicht möglich, Mindestquoten oft 1,80 oder höher, Umsatzanforderungen zwischen 5- und 10-fach des Bonus, Fristen 30 bis 90 Tage. Wer einen Paysafecard-Restguthaben auszahlen will, zahlt 5 % des Betrags – das ist die Standardgebühr von paysafecard und gilt unabhängig vom Buchmacher.
Die Frage, ob Paysafecard bonusberechtigt ist, sollte jeder Spieler im Kleingedruckten des Anbieters prüfen. Sie ist nicht standardisiert und wird in den Bedingungen explizit gelistet.
Mindestquoten sind die häufigste Stolperfalle: Viele Boni verlangen eine Mindestquote von 1,80 oder 2,00, damit der Einsatz zum Umsatz zählt. Kombiwetten mit Quoten knapp über 1,50 zählen nicht – der Einsatz wird zwar abgerechnet, nicht aber auf den Umsatz angerechnet. Wer mit Paysafecard 50 € einzahlt und einen 50 € Bonus holt, muss meist 500 € Umsatz erzeugen, und davon nur Wetten mit Quote 1,80 oder höher. Bei einer 1,80-Wette muss er rund 277 € Einsatz setzen, um 500 € Umsatz zu erreichen – das sind fünfeinhalb Wetten zu je 50 €. Wer mit kleineren Einsätzen arbeitet, dehnt das auf zehn Wetten.
Fristen sind die zweite Falle: 30 Tage sind üblich, manche Anbieter setzen 60 oder 90 Tage. Wer in der dritten Woche krank wird und nicht wetten kann, riskiert den Bonus und den damit verbundenen Gewinn. Das ist kein Härtefall-Spielraum, sondern die ausgewählte Frist im Kleingedruckten.
Mindesteinzahlungen für den Boni sind die dritte, oft sichtbare Größe: Viele Anbieter setzen sie auf 10 € oder 20 €, manche auf 50 €. Wer Paysafecard-Codes unter 10 € kauft, wird vom Bonus ausgeschlossen.
Was zählt, ist das Kleingedruckte zum Zeitpunkt der Einzahlung – nicht das Werbeversprechen.
Zahlungsabwicklung: Mindestbetrag, Gebühren, Auszahlung
Paysafecard ist beim Wetten in Österreich ein Einzahlungsweg, kein Auszahlungsweg. Wer 50 € einzahlt und 300 € gewinnt, bekommt die 300 € auf das im Wettkonto hinterlegte Bankkonto, nicht als neuen Paysafecard-Code. Drei Aspekte bestimmen, wie praktikabel der Zahlungsweg tatsächlich ist.
Mindesteinzahlungen pro Anbieter
Die Mindesteinzahlung über Paysafecard liegt bei den meisten hier verglichenen Anbieter bei 5 € oder 10 €. bet365 akzeptiert mit Paysafecard Zahlungen zwischen 5 € und 1.000 € pro Transaktion – das ist die klar eingegrenzte Spanne, mit der der Anbieter arbeitet. Felixspin nennt eine Mindesteinzahlung von meist 10 €, bei PayPal 20 €, bei Banküberweisung 25 €. Die Paysafecard-Mindesteinzahlung bei Felixspin liegt damit im Standardkorridor der Branche. Bei tipp3 sind die Mindest- und Maximaleinzahlungen pro Methode nicht abschließend dokumentiert; Paysafecard wird als eine von mehreren Methoden gelistet. Wer einen genauen Betrag für seinen Anbieter braucht, prüft ihn im Kassenbereich des Wettkontos.
Gebühren auf Anbieter- und Anbieterseite
Paysafecard selbst erhebt keine Gebühr auf eine Transaktion über einen Onlinehändler – die 4-€-Monatsgebühr nach 30 Tagen ohne Registrierung greift nur beim Liegenlassen eines Guthabens, nicht beim Einzahlen. Buchmacher erheben auf Paysafecard-Einzahlungen in der Regel keine zusätzliche Gebühr – es ist eine Standardmethode. Wer mit Kreditkarte einzahlt, sieht dagegen gelegentlich eine Bearbeitungsgebühr von 1-2 %, weil das Karten-acquirer eine Marge nimmt. Paysafecard ist hier günstiger, weil das Risiko beim Emittenten liegt.
Die Wettgebühr von 5 % wird vom Buchmacher getragen, nicht vom Spieler – zumindest in der Standardvariante. Bei tipp3 gibt der Anbieter an, bei verlorenen Wetten die Gebühr selbst zu tragen und bei gewonnenen Wetten 5 % des Gewinns abzuziehen. Das heißt: Bei einer 100-€-Wette zu Quote 2,50 mit 150 € Gewinn zieht tipp3 7,50 € ab, der Spieler bekommt 242,50 € ausgezahlt. Bei einer verlorenen Wette zu Quote 2,50 zahlt der Spieler nichts zusätzlich. Das ist nicht einheitlich – andere Anbieter mit österreichischer Bewilligung beschreiben ihre Wettgebühr-Praxis nicht abschließend im Kleingedruckten, manche ziehen sie vom Einsatz ab, manche verrechnen sie im Quotenbild.
Auszahlung: Warum Paysafecard kein Auszahlungsweg ist
Paysafecard-Codes können nicht zurücküberwiesen werden – es gibt keine IBAN, an die der Buchmacher den Gewinn schicken könnte. Die Auszahlung läuft daher immer über das Bankkonto oder die im Wettkonto hinterlegte Auszahlungsmethode. Bei tipp3 erfolgt die Bankauszahlung werktags von Montag bis Freitag; die Überweisung dauert meist 1 bis 2 weitere Bankwerktage. Auszahlungskonto ist nur ein Konto im EWR zulässig, eine IBAN kann nur in einem tipp3-Account hinterlegt sein. Bei Auszahlung von Gewinnen fordert tipp3 die Verifikation vor der ersten Auszahlung – angeboten werden ID Austria Vollversion, Bank Ident, Foto Ident mit Chip und Video Ident.
Wer auf eine Barauszahlung angewiesen ist, kann bei tipp3 in einer Annahmestelle Gewinne bis 1.000 € auszahlen lassen, größere Gewinne über 1.000 € in einer Großgewinnauszahlungsstelle mit amtlichem Lichtbildausweis. Gewinne über 80.000 € werden per Gewinnanforderungsformular auf das Bankkonto überwiesen. Gewinne können bis zu 180 Tage nach Feststellung eingelöst werden.
Bei win2day wird die Identität vor der ersten Auszahlung geprüft; die Bankverbindung (Konto im EWR) ist bei der ersten Auszahlung anzugeben. Bei Anbietern ohne österreichische Bewilligung läuft die Auszahlung über die im Konto hinterlegte Methode – meist Bankkonto oder E-Wallet, nicht Paysafecard.
Anbieter im Vergleich: zehn Buchmacher Seite an Seite
Die folgende Tabelle vergleicht die zehn hier behandelten Anbieter nach Bewilligungsstatus und Träger. Sie ist eine Momentaufnahme auf Basis der Eigenangaben der Anbieter; sie ersetzt keine Prüfung im Einzelfall.
| Anbieter | Österreichische Bewilligung | Betreiber / ausgewiesene Lizenz |
|---|---|---|
| tipp3 | Bewilligung NÖ Landesregierung | Österreichische Sportwetten Gesellschaft m.b.H. (Wien) |
| win2day | Bewilligung NÖ Landesregierung (nur Sportwetten) | Österreichische Lotterien Gesellschaft mbH |
| Admiral | Bewilligung OÖ Landesregierung | ADMIRAL Sportwetten GmbH (Gumpoldskirchen) |
| Starsportwetten | Bewilligung ausgewiesen, Bundesland nicht beziffert | Star Sportwetten GmbH |
| Merkur Bets | Bewilligung ausgewiesen, Bundesland nicht beziffert | nicht im Detail ausgewiesen |
| Vierklee | Bewilligung Tiroler Landesregierung (Zl. IIa.10.065/144-0) | Vierklee Wettbüro GmbH |
| bet365 | ohne österreichische Bewilligung | MGA/CRP/531/2018 |
| Felixspin | ohne österreichische Bewilligung | nicht abschließend dokumentiert |
| LeoVegas | ohne österreichische Bewilligung | MGA (Malta) |
| 888sport | ohne österreichische Bewilligung | Gibraltar |
Die Tabelle zeigt zwei Gruppen, die im Folgenden getrennt betrachtet werden. Wer eine österreichische Bewilligung sucht, hat sechs Anbieter zur Auswahl; wer auf eine ausländische Lizenz mit anderem Spielangebot angewiesen ist, hat vier.
Anbieter mit österreichischer Bewilligung
tipp3
tipp3 ist die Marke der Österreichischen Sportwetten Gesellschaft m.b.H. mit Sitz in Wien. Das Angebot läuft über tipp3 und über Annahmestellen, die in vielen Trafiken erreichbar sind. Die Bewilligung erteilte die NÖ Landesregierung mit Bescheid vom 10.12.2020 (IVW1-Wett-47/001-2020) auf Grundlage des NÖ Wettgesetzes vom 27.05.2020 (LGBl. Nr. 58/2020).
Einzahlungsmethoden sind Kreditkarte (MasterCard, VISA, Diners Club), EPS-Überweisung, Google Pay, Apple Pay, PayPal, Paysafecard, EuroBons und Bareinzahlung bei tipp3-Partnern. Kryptowährung ist nicht aufgeführt. Bargeld-Einzahlungen und Bargeld-Auszahlungen bei tipp3-Partnern sind auf maximal 1.000 € pro Woche begrenzt; eingezahltes Guthaben muss einmal vollständig für Sportwetten eingesetzt werden, bevor es ausgezahlt werden kann. Bei der Registrierung werden keine Bankdaten abgefragt – das unterscheidet tipp3 von vielen Mitbewerbern und macht die Eröffnung eines Kontos unkomplizierter. Die Verifikation ist erst vor der ersten Auszahlung erforderlich; angeboten werden ID Austria Vollversion, Bank Ident, Foto Ident mit Chip und Video Ident.
Bei tipp3 kann ein wöchentliches Einzahllimit von bis zu 1.950 € gesetzt werden; das Einsatzlimit ist täglich bis höchstens 10.000 € einstellbar, das wöchentliche Verlustlimit beträgt maximal 5.000 €. tipp3 bietet eine Spielpause von 1, 3 oder 6 Monaten, in der das Guthaben im Konto bleibt, sowie eine Selbstsperre von 1, 2 oder 3 Jahren, in der das Guthaben auf das verknüpfte Bankkonto überwiesen wird; beide sind nach dem Start nicht aufhebbar. Bei der Wettgebühr trägt tipp3 die 5 % selbst bei verlorenen Wetten; bei gewonnenen Wetten werden 5 % des Gewinns abgezogen. Bankauszahlungen führt tipp3 werktags von Montag bis Freitag durch, die Überweisung dauert meist noch 1 bis 2 weitere Bankwerktage.
Wer einen österreichischen Buchmacher mit Annahmestelle-Netz und klarer bundeslandrechtlicher Bewilligung sucht, liegt hier richtig. Wer Livewetten mit hoher Frequenz und breitem Marktangebot sucht, muss die bundeslandrechtliche Livewetten-Saisorge in Niederösterreich prüfen, die hier nicht abschließend dokumentiert ist.
win2day
win2day ist die Marke der Österreichischen Lotterien Gesellschaft mbH und trägt die Sportwetten-Bewilligung der NÖ Landesregierung. Die Sportwetten unterliegen damit nicht dem Glücksspielgesetz und nicht der Aufsicht des BMF/Finanzamt Österreich. Die Lotterie- und Casino-Spiele von win2day laufen unter der bundesgesetzlichen Konzession – das ist eine andere Genehmigung mit anderen Regeln.
Bei win2day müssen Spieler mindestens 18 Jahre alt und in Österreich wohnhaft sein. Bis zum Alter von 26 Jahren gilt ein wöchentliches Einzahlungslimit von 250 € (Freitag bis Donnerstag), ab 26 Jahren maximal 1.680 € pro Kalendermonat. Gewinne zählen nicht zum Limit. Auf Antrag ist eine individuelle Erhöhung möglich. Die Identität wird vor der ersten Auszahlung geprüft; die Bankverbindung (Konto im EWR) ist bei der ersten Auszahlung anzugeben.
Die win2day-Sportwetten-Spielbedingungen (Wettordnung) regeln die Pflichten des Anbieters und die Wettmärkte im Detail – darunter fallen Mindestquoten, Auszahlungsregeln, Annahmeschluss und die Spielpausen. Wer bei win2day einzahlt, hat einen Anbieter mit strengen Standardlimits und einer engen Willkommens-Struktur – 250 € pro Woche für unter 26-Jährige ist der strengste Standardwert im österreichischen Vergleich. Wer das eigene Limit auf 1.680 € erhöhen will, muss das beantragen und liegt damit immer noch unter den meisten Mitbewerbern.
Wer einen österreichischen Anbieter mit höchster Regulierungsdichte und klarer bundeslandrechtlicher Bewilligung sucht und mit den strikten Limits zurechtkommt, ist hier richtig. Wer mit höheren Limits spielen will, schaut bei tipp3, Admiral.
Admiral
ADMIRAL Sportwetten GmbH mit Sitz in Gumpoldskirchen gehört zur Novomatic-Gruppe und führt eine Bewilligung der OÖ Landesregierung nach dem Oö. Wettgesetz. Das Unternehmen wurde von Walter Grubmüller gegründet und war von 2001 bis 2006 an der Wiener Börse notiert. Die Marke ist im österreichischen Sportwetten-Markt eine der etablierten Größen.
Admiral betreibt sowohl stationäre Wettannahmen als auch ein Online-Angebot. Die konkreten Einzahlungsmethoden, Limits und Bonusbedingungen für das Online-Angebot sind nicht im Detail ausgewiesen – wer einzahlt, prüft die im Kassenbereich des Wettkontos. Die Bewilligung der OÖ Landesregierung steht für eine Einhaltung des Oö. Wettgesetzes, das unter anderem 500 € pro Wette als Einsatzlimit vorsieht.
Admiral ist der Anbieter für Spieler, die den stationären Bezug schätzen und in einer Annahmestelle spielen. Wer eine klare Online-Struktur mit dokumentierten Limits sucht, ist hier schwächer bedient als bei tipp3.
Starsportwetten
Starsportwetten ist die Marke der Star Sportwetten GmbH. Die behördliche Bewilligung zur Durchführung von Sportwetten im Internet und in stationären Spielstätten wurde laut App-Eintrag mit Bescheid vom 8. März 2022 erteilt. Welches Bundesland die Bewilligung erteilt hat und welche Bescheidnummer genau vorliegt, ist nicht abschließend dokumentiert – die App-Information nennt weder Bundesland noch Aktenzeichen.
Damit gilt: Es liegt eine behördliche Bewilligung vor, die Quelle ist die App-Beschreibung selbst. Wer auf Nummer sicher gehen will, fragt beim Anbieter oder bei der zuständigen Landesregierung nach. Ohne diese Information ist die Bewilligung formal dokumentiert, aber nicht abschließend zuordbar.
Starsportwetten ist eine Alternative für Spieler, die eine österreichische Bewilligung suchen und bereit sind, die bundeslandrechtliche Zuordnung beim Anbieter zu erfragen.
Merkur Bets
Merkur Bets listet laut App-Eintrag unter anderem PayPal, Paysafecard, Visa und Mastercard als Ein- und Auszahlungsmethoden; der Support ist per In-App-Chat erreichbar. Eine österreichische Bewilligung wird ausgewiesen, das Bundesland und die Bescheidnummer sind nicht abschließend dokumentiert.
Merkur Bets ist eine Alternative für Spieler, die eine österreichische Bewilligung suchen und mit der unvollständigen Bewilligungsdokumentation umgehen können. Der Support per In-App-Chat ist eine praktische Eigenschaft, weil viele österreichische Anbieter primär E-Mail oder Annahmestellen-Besuch als Kontaktweg anbieten.
Vierklee
Vierklee Wettbüro GmbH betreibt eine Bewilligung der Tiroler Landesregierung, Zl. IIa.10.065/144-0. Als Einzahlungsvarianten nennt Vierklee EPS, Klarna und Kreditkarten – ausdrücklich „nur einige“ der verfügbaren Varianten. Auszahlungen erfolgen nach Anforderung auf das Bankkonto.
Die Paysafecard wird hier nicht ausdrücklich in der Hauptseite genannt – was nicht heißen muss, dass sie nicht verfügbar ist. Wer mit Paysafecard einzahlen will, prüft sie im Kassenbereich. Die klare bundeslandrechtliche Bewilligung (Tiroler Landesregierung, Aktenzeichen) macht Vierklee für Spieler interessant, die einen Anbieter mit dokumentierter Tiroler Bewilligung suchen.
Anbieter ohne österreichische Bewilligung
bet365
bet365 akzeptiert laut Hilfezentrum für Österreich Einzahlungen per Visa/Mastercard-Karte und Apple Pay (5 € bis 40.000 €), per EPS und Klarna-Sofortüberweisung (jeweils 5 € bis 2.000 €), per paysafecard (5 € bis 1.000 €) sowie per Skrill (5 € bis 35.000 €) und Neteller (15 € bis 37.500 €). Die genannte Lizenz für die Marke ist MGA/CRP/531/2018 – das ist eine maltesische Lizenz, keine österreichische Bewilligung.
Die Rechtslage von bet365 in Österreich ist nicht abschließend dokumentiert: Die Marke hat keine österreichische Bewilligung, die maltesische Lizenz ist keine österreichische Lizenz, das Land-rechtliche Verfahren zur Daten-Bereitstellung (VwGH 9.4.2026, Ra 2025/02/0037) macht die Sache komplex. Wer bei bet365 einzahlt, hat einen Anbieter mit breitem Marktangebot und hoher Limits-Spanne, aber ohne österreichische Bewilligung und ohne österreichische Selbstsperre-Möglichkeit.
Das ist der Anbieter für Spieler, die auf das Marktangebot von bet365 angewiesen sind und die rechtliche Grauzone akzeptieren.
Felixspin
Felixspin listet als Zahlungsmethoden Visa, Mastercard, Skrill, Neteller, PayPal, Paysafecard, Banküberweisung, Apple Pay und Google Pay; Mindesteinzahlung meist 10 €, bei PayPal 20 €, bei Banküberweisung 25 €. Eine Lizenz ist nicht abschließend dokumentiert.
Wer hier einzahlt, hat einen Anbieter mit breiter Zahlungsmethoden-Auswahl und moderaten Mindestbeträgen, aber ohne dokumentierte Lizenz und ohne österreichische Bewilligung. Die Rechtslage ist ungeklärt, das Wettland mit undokumentiertem Lizenz-Status.
LeoVegas
Die deutsche LeoVegas-App listet PayPal, Paysafecard, Sofort/Klarna, Trustly, Skrill sowie Visa und Mastercard als Zahlungsarten; Einzahlungs- und Verlustlimits sowie Live-Chat- oder E-Mail-Support. Die genannte Lizenz für die Marke ist MGA (Malta).
LeoVegas ist primär als Casino-Anbieter bekannt, hat aber auch ein Sportwetten-Angebot. Die breite Zahlungsmethoden-Auswahl macht es für Spieler interessant, die mehrere Zahlungswege parallel nutzen wollen. Die maltesische Lizenz ist keine österreichische Bewilligung, das Angebot fällt in dieselbe Grauzone wie bet365.
888sport
888sport listet laut App-Eintrag Livewetten, Cash Out, Wettkonfigurator (Bet Builder), BetFeed und 888 Specials (Quotenboosts); als Einzahlungsarten stehen PayPal, Sofort, giropay, Visa, Mastercard, paysafecard und Skrill im Eintrag. Die genannte Lizenz für die Marke ist Gibraltar.
888sport ist der Anbieter mit dem breitesten Livewetten-Funktionsumfang im Vergleich – Cash Out, Bet Builder und Quotenboosts sind Features, die bei österreichischen Anbietern teilweise fehlen. Die Gibraltar-Lizenz ist keine österreichische Bewilligung, das Angebot fällt in dieselbe Grauzone wie bet365 und LeoVegas.
Welcher Anbieter passt zu welchem Spieler?
Die Antwort hängt von drei Fragen ab: Welche bundeslandrechtliche Bewilligung akzeptiere ich, wie hoch soll mein Standardlimit sein, und brauche ich Features wie Cash Out oder Bet Builder?
Spieler, die eine österreichische Bewilligung und einen Annahmestelle-Bezug suchen, finden ihn bei tipp3 (mit dem klarsten Willkommens-Struktur und der bundeslandrechtlich dokumentierten NÖ-Bewilligung), bei win2day (mit dem strengsten Standardlimit), bei Admiral (mit der OÖ-Bewilligung und dem stationären Netz), bei Vierklee (mit der Tiroler Bewilligung) und bei Merkur Bets oder Starsportwetten (mit ausgewiesener, aber nicht abschließend dokumentierter Bewilligung).
Spieler, die Livewetten-Features wie Cash Out oder Bet Builder brauchen und bereit sind, mit einer ausländischen Lizenz zu spielen, finden sie bei 888sport, bet365 und LeoVegas. Die Rechtslage ist ungeklärt, das Wettland mit dokumentierter Lizenz, aber ohne österreichische Bewilligung.
Spieler, die einen möglichst niedrigen Einstieg mit Paysafecard suchen, finden ihn bei bet365 (5 € Mindesteinzahlung) und bei Felixspin (10 € Mindesteinzahlung). Die anderen Anbieter liegen mit ihren Mindesteinzahlungen ähnlich, sind aber im Detail nicht alle abschließend dokumentiert.
Häufige Fragen
Wie hoch ist die Mindesteinzahlung bei Paysafecard-Wettanbietern?
Die Mindesteinzahlung über Paysafecard liegt bei den meisten österreichischen Anbietern zwischen 5 € und 10 €. bet365 nennt 5 € als Mindestbetrag, Felixspin 10 €. Bei tipp3, Admiral und anderen ist die Paysafecard-Mindesteinzahlung im Detail nicht abschließend dokumentiert und sollte im Kassenbereich des Wettkontos geprüft werden.
Wo löse ich einen Paysafecard-Code ein?
Der 16-stellige Code wird direkt in der Kasse des Buchmachers eingegeben – meist unter „Einzahlen“ oder „Konto aufladen“. Der Code wird sofort gegen das Wettkonto-Guthaben verrechnet, eine Bestätigung erscheint unmittelbar. Eine separate Einlösung auf der Website des Zahlungsdienstleisters ist für die Wetteinzahlung nicht nötig.
Was kostet ein Paysafecard-Guthaben im Rücktausch?
Der Rücktausch von paysafecard-Guthaben kostet 5 % des Auszahlungsbetrags, höchstens 5 € pro Rücktausch. Für eine 10-€-Restkarte sind das 0,50 €; für eine 100-€-Restkarte 5 €. Hinzu kommen Kontoführungsgebühren von 2 € pro Monat ab dem 13. Monat ohne Kontotransaktion und 4 € pro Monat für nicht registrierte Gutscheine ab dem 30. Tag nach Kauf.
Ist eine Paysafecard-Zahlung ein Beleg für eine österreichische Bewilligung?
Nein. Die Annahme von Paysafecard ist eine Frage des Zahlungsdienstes, nicht der bundeslandrechtlichen Bewilligung. tipp3, win2day, Admiral, Starsportwetten, Merkur Bets und Vierklee führen eine österreichische Bewilligung; bet365, Felixspin, LeoVegas und 888sport sind ohne österreichische Bewilligung. Die Zahlungsmethode entscheidet das nicht.
Wer trägt die Wettgebühr von 5 % bei Paysafecard-Zahlung?
Die Wettgebühr wird vom Buchmacher an das Finanzamt abgeführt, nicht direkt vom Spieler. Bei tipp3 trägt der Anbieter die Gebühr bei verlorenen Wetten selbst und zieht 5 % des Gewinns bei gewonnenen Wetten ab. Bei anderen Anbietern ist die Praxis nicht abschließend dokumentiert – wer die genaue Verrechnung kennen will, liest die Hilfe-Seiten oder das Kleingedruckte des Anbieters.
Kann ich Gewinne per Paysafecard ausgezahlt bekommen?
Nein. Paysafecard ist ein Einzahlungsweg, kein Auszahlungsweg. Wer mit Paysafecard einzahlt und gewinnt, bekommt den Gewinn auf das im Wettkonto hinterlegte Bankkonto oder die hinterlegte Auszahlungsmethode ausgezahlt. Bei tipp3 dauert die Bankauszahlung werktags 1 bis 2 weitere Bankwerktage; Gewinne in Annahmestellen sind bis 1.000 € auszahlbar.
Zahlungen – wettentippsat
Inhalt erstellt vom Team «wettentippsat»
